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12.09.2006

Sun will mit Partnern sein Grid-Angebot ausbauen

Softwarehäuser sollen ihre Applikationen an das Rechnernetz anpassen.

Auf der "Gridworld 2006" hat Sun eine Erweiterung seines Programms "Grid Readiness" bekannt gegeben. Demnach wird es für unabhängige Softwarehäuser einfacher, ihre Anwendungen für Testzwecke auf das Sun-Grid zu bringen. Grid-geeignete Applikationen wird der Server-Hersteller in einem Katalog publizieren, der im Dezember dieses Jahres erscheinen soll. Das somit erweiterte und öffentliche Softwareangebot soll es für Unternehmen interessanter machen, Teile ihres Server-Bedarfs durch die Nutzung der Sun Grid Compute Utility zu decken. Bisher hat Sun 60 unabhängige Softwarehäuser als Grid-Partner.

Ein Dollar pro CPU-Stunde

Sun offeriert die Grid Compute Utility seit März 2006. Auf dem Computerverbund können Anwender rechenintensive Programme laufen lassen. Für eine kurzfristige Buchung verlangt Sun einen Dollar pro CPU und Stunde. Bei langfristigen Verträgen reduziert sich der Preis auf die Hälfte.

Sun startete das Grid mit Servern, die damals über 5000 Opteron-Prozessoren verfügten, an eigenen Rechenzentren in Kalifornien, New Jersey und in der Nähe von London. Inzwischen habe das Netz mehr Power, erklärte Aisling MacRunnels, leitende Direktorin für Utility Computing bei Sun, gegenüber dem britischen Nachrichtendienst "Computerwire". Wie viel genau, mag sie allerdings nicht verraten, auch nicht, wie viele Kunden das Sun-Grid nutzen.

Erste Grid-Anwender waren diverse Universitäten, denen Sun jeweils 100000 CPU-Stunden spendierte. Aus dieser Initiative entstanden bisher rund 50 Grid-Softwareprojekte. Außerdem haben sich einige tausend Entwickler laut MacRunnels erfolgreich für eine Grid-Zulassung beworben. Sie bekommen dadurch 100 CPU-Stunden umsonst.

Sun wollte mit dem Grid-Angebot eigentlich besonders Finanzdienstleister ansprechen, die nachts "Monte-Carlo"-Simulationen zur Risikoanalyse laufen lassen, welche ihre eigenen Server-Ressourcen auf das Äußerste strapazieren. Aber nach An- gaben von MacRunnels zeigte sich bisher mehr Interesse von Unternehmen aus der Pharmabranche und der Elektronik- industrie.

Ein bekannter Mieter des Sun-Grid ist AMD, das es für Electronic Design Automation (EDA) nutzt. Der Chiphersteller simuliert hier die Rechenoperationen seiner Chipdesigns. AMD brauchte Rechenpower, obwohl das Unternehmen selbst drei riesige Rechenzentren hat, die zu einem Grid zusammengeschlossen sind. Weil diese Systeme auch auf Opteron-Basis arbeiten, lag die Nutzung des Sun-Angebots recht nahe.

Suns eigene EDA-Applikationen für die Entwicklung der Sparc-Prozessoren laufen nicht auf dem Grid, sondern auf einer anderen Server-Farm, die auf mehr als 14000 Sparc-CPUs aufbaut. Für Sun gibt es zwei Optionen: Man könnte die EDA-Anwendungen auf die Opteron-Solaris-Kombination der Grid Utility portieren. Oder Sun integriert Sparc-basierende Systeme in das Grid. Nach Letzterem haben sich laut MacRunnels mehrere Interessenten erkundigt. Denn sie haben Anwendungen, deren Code spezifische Eigenschaften der Sparc-Architektur adressiert. (ls)