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16.07.2004 - 

Embedded-Markt im Visier

Sun will Solaris Open Source stellen

MÜNCHEN (CW) - Sun plant noch in diesem Jahr eine Open-Source-Version von Solaris auf den Markt zu bringen. Hintergrund ist die Hoffnung des Herstellers auf eine verbreitete Nutzung der Plattform und auf neue Einnahmequellen mit entsprechenden Services.

Noch ist das letzte Wort allerdings nicht gesprochen. Einen Riegel vor ein Open-Source-Solaris könnte die SCO Group aufgrund der Unix-Lizenzverträge zwischen beiden Unternehmen schieben. Demnach ist noch keineswegs geklärt, ob Sun berechtigt ist, Solaris samt der um den Unix-Kern entwickelten Ereiterungen zu öffnen. Doch Suns neuer Softwarechef John Loiacono wischt solche Bedenken beiseite. Man suche derzeit nach einem geeigneten Lizenzmodell sowie nach einer Instanz, in der die diversen Open-Source-Entwicklungen für Solaris koordiniert werden. Auf jeden Fall soll es aber in diesem Jahr eine quelloffene Version geben.

Loiacono liegt sehr viel an diesem Vorhaben, hat es doch in seinen Augen eine strategische Bedeutung für sein finanziell angeschlagenes Unternehmen. Vor allem den bislang noch von keinem Betriebssystem dominierten Markt für Embedded-Geräte hat der Manager dabei im Visier. Partnerentwicklungen sollen hier den Weg etwa in Richtung von Settop-Boxen, Mobiltelefonen oder Security-Appliances ebnen. Dazu müsse der Sourcecode von Solaris geöffnet werden, um zum Beispiel den Speicherbedarf des Betriebssystems zu reduzieren oder Funktionen für das Power-Management dieser Devices einzubauen. In diesem Umfeld könne rund um Solaris ein stabiles Geschäft für Support und Wartung entstehen. Eine Parallele dazu zieht der Hersteller mit der Java 2 Micro Edition (J2ME), die aufgrund der Entwicklungen innerhalb des Java Community Process zu vielen Java-Anwendungen für Kleingeräte geführt hat, allerdings ohne selbst Open Source zu sein.

Doch auch im klassischen IT-Umfeld sieht Loiacono bessere Chancen für Solaris, wenn dieses in einer quelloffenen Version angeboten wird. Unternehmensentwickler würden ermutigt, zum Beispiel bei Treiberanpassungen selbst aktiv zu werden, während die Ansprüche in Bezug auf Verfügbarkeit und Sicherheit für geschäftskritische Anwendungen über Service und Wartung gewährleistet sind. (ue)