Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Highend-Workstations und Einstiegs-Server


12.04.2002 - 

Sun wirbt mit günstigen Preisen für neue Rechner

MÜNCHEN (CW) - Sun Microsystems drückt neue Workstations der Reihe "Blade 2000" mit einem Sonderpreis in den Markt. Gleichzeitig hat das Unternehmen den zweiten Unix-Server für weniger als 1000 Dollar vorgestellt, die "Sun Fire V100".

Als "Personal Visualization System" bezeichnet Sun die Blade-2000-Workstations, um die Grafikfähigkeiten der neuen 64-Bit-Maschinen zu betonen. Die erste dafür verantwortliche Komponente, der neue mit 1,05 Gigahertz getaktete Ultrasparc-III-Prozessor, ist allerdings nur im Topmodell der Reihe zu finden. Der Chip ist wie sein mit 900 Megahertz getakteter Vorgänger im 0,15-Mikrometer-Verfahren hergestellt. Er bringt es nach Angaben von Sun mit 8 MB Level-2-Cache auf den Floating-Point-Wert 827 nach Specfp 2000.

Schnelle GrafikrechnerDie zweite leistungsfördernde Komponente ist das neue Grafiksubsystem "XVR-1000", ebenfalls nur beim Topmodell inklusive, sonst für 3500 Dollar nachzubestellen. Die Grafikkarte hat einen 72 MB großen Frame Buffer und 256 MB Texturspeicher. Der stärkste je von Sun entwickelte Grafik-Koprozesssor bringt eine Auflösung von 2560 mal 1024 Pixel und unterstützt drei mal zehn Bit RGB-Darstellung.

Das Einstiegsmodell einer Blade 2000 hat einen mit 900 Megahertz getakteten Ultrasparc-III-Prozessor, 1 GB RAM, 73 GB Festplatte, ein Zehnfach-DVD-Laufwerk und die Grafikkarte PGX 64. Es stehen vier 64-Bit-PCI-Steckplätze und zwei UPA-Grafik-Slots zur Verfügung. Verbindungen lassen sich herstellen über 10/100Base-T-Ethernet, externes Ultra-SCSI und HSSDC-fähige Konnektoren für Massenspeicher. Mit dem Betriebssystem Solaris 8 vorkonfiguriert, kostet dieser Rechner 11000 Dollar.

Das Spitzenmodell hingegen hat gleich zwei der neuen 1,05-Gigahertz-CPUs, 8 GB RAM, zwei 73-MB-Platten und die Grafikkarte XVR-1000. Außerdem ist ein "Pcill-Pro"-Koprozessor eingebaut. Ansonsten gleicht die Ausstattung dem Einstiegsmodell. Anlässlich des 20. Jahrestages des Erscheinens der ersten Sun-Workstation gibt es dieses Modell bis Ende 2002 zum Sonderpreis von 35000 Dollar.

Auch auf der Server-Seite geht der Preiskampf weiter. Kurz nachdem Rivale Hewlett-Packard eine Unix-Maschine für weniger als 1000 Dollar auf den Markt gebracht hat, kontert Sun. Nachdem das Unternehmen im März letzten Jahres mit der "Netra X1" die ersten Maschinen dieser Preisklasse vorgestellt hatte, folgt jetzt ein besser ausgestatteter Ein-Wege-Allzweck-Server names "Sunfire V100".

Wie sein Vorgänger ist auch der neue Server in erster Linie für Web-Infrastrukturaufgaben konzipiert. Nach Angaben von Sun dienen die preisgünstigen Netra-Maschinen vielerorts aber auch als Grundsteine für Computer-Farms auf Basis der hauseigenen Grid-Engine-Software.

Wer auf Ultrasparc-III-Prozessoren im zweiten preisgünstigen Sun-Server spekuliert hat, dürfte enttäuscht sein: Wie bei der im vergangenen August noch einmal aufpolierten Netra-X1-Variante werkelt auch im V100 eine auf 500 Megahertz getaktete Ultrasparc-IIe-CPU. Diese soll dem 400-Megahertz-Ultrasparc-IIe des ursprünglichen Netra X1 in Sachen Rechenpower aber um immerhin 25 Prozent überlegen sein. Beide Server unterstützen 2 GB Hauptspeicher sowie zwei 40-GB-Festplatten, die in einem Rack-Chassis mit einer Bauhöhe von einer Höheneinheit (1U = 1,75 Zoll = 4,45 Zentimeter) untergebracht sind.

Im Gegensatz zum Netra-Server verfügt die neue Sunfire über ein CD-ROM-Laufwerk und wird mit einem Softwarepaket im Wert von etwa 2000 Dollar ausgeliefert. Letzteres umfasst den "Iplanet-Web-Server", den "Apache HTTP Server" sowie die ASP-Unix-Middleware "Chilisoft". Mit Chilisoft sollen sich nach Microsofts "Active-Server-Pages"-Schema erstellte Web-Seiten unverändert auf Unix-Servern anstelle von Microsofts "Internet Information Server" (IIS) betreiben lassen.

Bessere Ausstattung möglichDer Preis für die Basiskonfiguration der Sunfire V100 mit 128 MB Hauptspeicher und einer 40-GB-Harddisk beträgt 995 Dollar. Mit einem etwas großzügigeren Arbeitsspeicher von 512 MB kostet der Server 1495 Dollar, mit 1 GB RAM und mehr Festplattenkapazität geht es ab 2295 Dollar weiter. Aufgrund seiner Zutaten sei der neue Sunfire der einzige Unix-Server dieser Preisklasse, mit dem sich tatsächlich etwas anfangen lasse, wirbt John Philips, Suns Produkt-Manager für Ein- und Zwei-Wege-Server. (ls/kf)

Starkitty ante portasSun dürfte in dieser Woche einen neuen Unix-Server vorstellen. Laut firmennahen Quellen handelt es sich dabei um ein Highend-Unix-System auf der Basis von Suns Flaggschiff "Starcat Sunfire 15K", das sich mit bis zu 106 Prozessoren bestücken lässt. Insidern zufolge dürfte die bislang unter dem Codenamen "Starkitty" gehandelte Maschine die Preislücke zwischen dem Sunfire 15K, der in einer Konfiguration mit 24 CPUs für 1,8 Millionen Dollar erhältlich ist, und dem Midrange-Server "Sunfire 680" schließen. Letzterer kann ebenfalls maximal 24 Prozessoren beherbergen und kostet - in einer Konfiguration mit zwölf CPUs - ab etwa 550000 Dollar. (kf)