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18.01.2005

Suns Geschäfte stagnieren

Kostensenkungen verdankt Sun Microsystems die schwarzen Zahlen.

Es fühlt sich gut an, zumindest einen leichten Gewinn auszuweisen", schlug Sun-CEO Scott McNealy leise Töne an. Unter dem Strich wies der Server-Spezialist im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2005 ein Plus von 19 Millionen Dollar aus, nach einem Verlust von 125 Millionen Dollar im Vorjahr. Die Einnahmen gingen im Jahresvergleich leicht um 1,6 Prozent auf 2,84 Milliarden Dollar zurück.

Während Analysten, die im Vorfeld mit einem leichten Umsatzwachstum auf zirka 2,93 Milliarden Dollar gerechnet hatten, das Ergebnis als Enttäuschung bezeichneten, versuchten die Sun-Verantwortlichen, die Zahlen in ein günstiges Licht zu rücken. Sun verfüge derzeit über eines der vielversprechendsten Produktportfolios seit langem, warb McNealy. Er verwies unter anderem auf die steigenden Absatzzahlen der x86-Server-Sparte.

Allerdings konnte Sun die höheren Stückzahlen nicht in wachsende Umsätze ummünzen. Wegen des anhaltenden Preisdrucks auf Lowend-Server sprudeln die Einnahmen in diesem Segment deutlich spärlicher als beispielsweise im Highend-Server-Geschäft früherer Jahre. Hier scheffelte Sun in den Boom-Zeiten Milliarden Dollar. Seit dem Platzen der Dotcom-Blase hat dieser Markt jedoch nie wieder richtig Fahrt aufgenommen.

Ablesen lässt sich das am Produktumsatz. Dieser betrug im abgelaufenen Quartal 1,84 Milliarden Dollar, 100 Millionen Dollar weniger als noch vor einem Jahr. Nur durch rigide Sparmaßnahmen ist dem kalifornischen Server-Spezialisten ein positives Ergebnis gelungen. Insgesamt drosselte Sun die operativen Quartalsausgaben um rund 100 Millionen Euro auf knapp 1,19 Milliarden Dollar. Einschnitte gab es vor allem in der Verwaltung. Hier kappten die Verantwortlichen die Kosten von 828 Millionen Dollar im Vorjahr auf aktuell 716 Millionen Dollar. Federn lassen musste auch die Entwicklungsabteilung, deren Budget von 471 auf 447 Millionen Dollar reduziert wurde.

Ihre Hoffnungen setzen die Sun-Verantwortlichen auf neue Geschäftsfelder wie Software und Services. Zwar stiegen die Serviceeinnahmen im Jahresvergleich von 944 Millionen auf rund eine Milliarde Dollar. Insgesamt kommen die Aktivitäten neben dem angestammten Server- und Hardwaregeschäft jedoch nur schleppend voran. So räumte Sun-President und Chief Operating Officer (COO) Jonathan Schwartz ein, dass die Zahl der verkauften Lizenzen für das Java Enterprise System (JES) zuletzt langsamer wuchs als in den vorangegangenen Quartalen. Dies liege daran, dass Sun versuche, Kunden außerhalb seiner Stammklientel für seine Softwareangebote zu begeistern.

Sun bemüht sich seit rund einem Jahr, mit vorkonfigurierten Softwarepaketen für Server- und Desktop-Systeme und einfachen Lizenzmodellen sein Softwaregeschäft anzukurbeln. Zahlen zu den Einnahmen aus dem Softwaregeschäft gibt der Anbieter aber nicht heraus. Neben Software sollen künftig Hosting-Angebote weitere Einnahmen bringen. Sun will eigene Rechenzentren aufbauen und dort Prozessorleistung vermieten. Der Preis soll einen Dollar pro CPU und Stunde betragen. Nach einem ähnlichen Prinzip bietet Sun bereits Speicherkapazitäten an. McNealy kündigte an, Sun werde weitere derartige Mietmodelle entwickeln. (ba)