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09.04.1993 - 

Ein neues Konkurrenzprodukt am PC-Unix-Markt

Suns PC-Unix bedient vor allem Anforderungen der Stammkunden

Sunsoft-Praesident Ed Zander positioniert Solaris x86 als Betriebssystem fuer die unternehmensweite Informationsverarbeitung. Dabei zielt er vor allem auf die vorhandene Kundenbasis. So ist das neue Produkt Herstellerangaben zufolge nahezu identisch mit der Sparc-Version von Solaris. Ausserdem stehen fuer das System nicht nur 300 PC-Unix-Programme zur Verfuegung, die Anwender koennen zudem auf 1800 Sparc-Applikationen zugreifen, sofern sie bereits ein Sun-Netz aufgebaut haben.

Wie auch das konkurrierende Unixware der Novell-Tocher Univel verfuegt die Intel-Version von Solaris mit dem hauseigenen "ONCi" ueber Netzwerkfaehigkeiten. Im Gegensatz zu Unixware, dessen Netzeigenschaften vor allem auf die kommerziell orientierten Netware-User zielen, wird ONCi fast ausschliesslich von eher technisch ausgerichteten Sun-Kunden eingesetzt.

Dem Eindruck, dass es sich bei Solaris x86 vor allem um ein Front- end-System fuer Suns Grossanwender handle, steht entgegen, dass die ONCi-Plattform eben erst von den Mitbewerbern IBM, HP, SCO und

Univel als Basistechnolgie einer einheitlichen Netzwerk-Umgebung fuer das Common Open Systems Environment (COSE) ausgewaehlt wurde. Bei der Konzeption von Solaris kann die COSE-Initiative allerdings kaum eine Rolle gespielt haben.

Solaris x86 glaenzt vor allem mit technischen Finessen. So unterstuetzt der Multithreading-faehige Kernel das leistungssteigernde symmetrische Multiprocessing und ist zudem mit Echtzeit-Eigenschaften ausgestattet. Ausserdem wird eine Reihe von Werkzeugen fuer Installation und Systemadministration mitgeliefert. So kann der Systemverwalter von seinem Arbeitsplatz aus gleichzeitig mehrere Systeme im Netz installieren. Ausserdem sollen DOS- und Windows-Applikationen laufen.

Was die Vermarktung betrifft, so ist bisher lediglich klar, dass Sunsoft nicht direkt, sondern ueber die Konzernmutter Sun Microsystems verkauft. Hierzulande ist der Sunsoft-Vertrieb derzeit nach eigener Aussage noch mit der Auswahl geeigneter Partner beschaeftigt. Dafuer stehen die Preise fest. So kostet die Client-Version knapp 800 Dollar und die Server-Version fuer bis zu 50 Arbeitsplaetze 2000 Dollar. Fuer die Extended Edition mit einer unbegrenzten Benutzerzahl muss der Kunde 9000 Dollar bezahlen.