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Zusagen belaufen sich auf 1,25 Milliarden Dollar

Suns Rolle bei Übernahme von Netscape größer als erwartet

19.02.1999
MÜNCHEN (CW) - Mit Umsatzzusagen und Lizenzgebühren ist Sun Microsystems stärker in die Übernahme von Netscape Communications durch America Online Inc. eingebunden, als bisher bekannt war. Zudem sickerten nun Details der gemeinsamen Produktstrategie des Workstation-Anbieters und des Online-Dienstes durch.

In der Bilanz, die Sun zum Abschluß des zweiten Quartals des laufenden Geschäftsjahres an die US-amerikanische Börsenaufsicht übermittelte, finden sich weitere Details über den Deal mit AOL und Netscape. Demnach hat sich die Java-Company verpflichtet, insgesamt rund 1,25 Milliarden Dollar in die Transaktion einzubringen.

Bisher wußte die Öffentlichkeit lediglich von einer dreijährigen Partnerschaft mit AOL, bei der Sun bis zum Jahr 2002 Produkte und Services im Wert von 500 Millionen Dollar an den Online-Dienst liefern soll. Ferner wollte Sun rund 350 Millionen Dollar für die Vermarktungsrechte an den E-Commerce- und Server-Produkten von Netscape springen lassen.

Nun machte der Workstation-Spezialist auch den Mindestumsatz publik, den er mit dem Vertrieb von Netscape-Produkten zu erzielen gedenkt. Die Kalifornier garantieren dem Online-Dienst ein Geschäftsvolumen von wenigstens 975 Millionen Dollar über einen Zeitraum von drei Jahren. Zudem wird Sun einmalig 275 Millionen Dollar an Lizenzgebühren für die Netscape-Software entrichten, was zusammen die besagten 1,25 Milliarden Dollar ausmacht. Ferner investiert die Java-Company zehn Millionen Dollar pro Jahr in gemeinsame Mar- keting-Aktivitäten. Im Gegenzug berappt AOL pro Monat eine Million Dollar für Suns technischen Support bei der Einführung der Netscape-Server in die eigene Infrastruktur sowie weitere fünf Millionen Dollar monatlich für die Nutzung der Java- Technik.

Im Bilanzdokument enthüllt Sun zudem Details der künftigen Produktstrategie. So wird der kalifornische Anbieter eine neue Einwahlsoftware für den Online-Dienst auf Java-Basis entwickeln, die sowohl auf PCs als auch auf Handhelds und Kiosksystemen laufen soll. Neben der Weiterentwicklung des "Netscape Communicator" planen AOL und Sun außerdem einen neuen Browser. Nach Angaben des "Wall Street Journal" scheint es, als solle die zukünftige Web- Software in die bestehende Online-Software des AOL-Dienstes eingebunden werden und auf alternativen Endgeräten lauffähig sein.

Der gemeinsame Entwicklungsplan von AOL und Sun sieht ferner schlüsselfertige Lösungen für den elektronischen Handel vor, die aus Client- und Server-Software, Hardware, Dienstleistungen sowie Netzservices bestehen werden. Dies schließt jedoch nicht aus, daß beide Unternehmen darüber hinaus E-Commerce-Lösungen anderer Hersteller vertreiben.