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07.05.1999

Suns uptime-versprechen

Sun Microsystems bietet im Rahmen seines "Sun-Up"-Programms Verfügbarkeitsgarantien bis hin zu 99,995 Prozent. Für reguläre Installationen mit Sun-Enterprise-Servern ab dem Modell 3500 bekommt der Kunde 99,95 Prozent garantiert, Cluster-Konfigurationen billigt man maximal 26 Minuten Ausfallzeit pro Jahr zu (99,995 Prozent).

Allerdings ist die Verfügbarkeit mit herben Einschränkungen versehen. Die Garantie bezieht sich ausschließlich auf Sun-Hard- und -Software. Die Rechner müssen beispielsweise mit den herstellereigenen Massenspeichersubsystemen ausgerüstet werden. Softwareseitig endet die Garantie mit dem Betriebssystem, für Ausfälle der darüberliegenden Applikation übernimmt die McNealy-Company keinerlei Verantwortung. Auch die Integration der Systeme in bestehende Umgebungen kann unter Umständen die Vereinbarung gefährden. Zunächst muß festgestellt werden, ob die neuen Geräte ungestört in der bestehenden IT-Umgebung arbeiten, dann erst wird die Verfügbarkeit garantiert .

Immerhin gibt es im Rahmen von Sun Up Kooperationen mit Softwareherstellern für das Supportmodell "Single Point of Service". Der Kunde muß bei Schwierigkeiten nur einen Herstellersupport anrufen, egal ob die Soft- oder Hardware versagt. Dort wird das Problem analysiert und die Anfrage an den zuständigen Vertragspartner weitergereicht. Ein ähnliches Konzept verfolgt HP mit seinem "Five-Nines-Five-Minutes"-Programm.

Laut Sun sind Hard- oder Softwarefehler nur in 20 Prozent aller Systemausfälle die Ursache (siehe Grafik). "Hochverfügbarkeit läßt sich nicht nur mit Produkten alleine realisieren", sagt Mike Schroeder, Leiter des Produkt-Marketings bei Sun in München. Ein Großteil der Störungen werde von den Anwendern und dem Servicepersonal selbst oder schlecht modellierten und konfigurierten Kundenanwendungen hervorgerufen. Sun geht daher keine Verfügbarkeitsvereinbarung ein, sofern nicht die Administratoren der Kunden geschult sind und ein passendes Betriebsführungskonzept vorliegt.