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21.02.2013 - 

Rakuten.de schließt Neuaufstellung

Super Sale macht noch keinen E-Commerce-Superstar

Mit der erfolgreichen Durchführung des in Japan erprobten Verkaufsevents Super Sale hat der Online-Marktplatz Rakuten.de seine Anpassung an das Geschäftsmodell des Mutterkonzerns abgeschlossen. Von entscheidender Bedeutung für den angestrebten Angriff auf Amazon wird jedoch sein, inwiefern es Rakuten gelingt, dauerhaft das Interesse der deutschen Konsumenten zu halten.
"Bald wieder hier!", verspricht Rakuten auf der Webseite zum Super Sale
"Bald wieder hier!", verspricht Rakuten auf der Webseite zum Super Sale

Mit der erfolgreichen Durchführung des in Japan erprobten Verkaufsevents Super Sale hat der Online-Marktplatz Rakuten.de seine Anpassung an das Geschäftsmodell des Mutterkonzerns abgeschlossen. Von entscheidender Bedeutung für den angestrebten Angriff auf Amazon wird jedoch sein, inwiefern es Rakuten gelingt, dauerhaft das Interesse der deutschen Konsumenten zu halten.

„Der erste Rakuten Super Sale war ein voller Erfolg“, berichtet die Deutschlandchefin des E-Commerce-Unternehmens, Beate Rank, begeistert. Im Rahmen des Verkaufsevents boten Händler auf dem Online-Marktplatz während insgesamt 28 Stunden neben 22 stündlich wechselnden Top Deals auch rund 200 weitere Produkt-, Time- und Gutschein-Deals mit zumeist starken Preisnachlässen an. Wie Rank erklärt, sei das in Japan entwickelte Verkaufsformat auch in Deutschland auf große Resonanz gestoßen: „Die Händler, die am Rakuten Super Sale teilgenommen haben, konnten Ihr Handelsvolumen um das 15-fache steigern.“ Dabei hätten die „Superdeals“ auch die Umsätze im Gesamtsortiment der teilnehmenden Händler spürbar angefeuert. Zu den stärksten Kategorien hätte dabei neben Bereichen wie Möbel, Wohnen und Lifestyle auch das Segment Computer und Elektronik gehört.

Die erstmalige Durchführung des Super Sale in Deutschland markiert für Rakuten.de den Abschluss der 2012 eingeleiteten Ausrichtung auf das Geschäftsmodell der japanischen Konzernmutter. Rank betrachtet es daher mit Erleichterung, dass die von der Verkaufsaktion erwarteten Effekte auch tatsächlich so eingetreten seien: „Ein Drittel unserer Bestandskunden hat im Zeitraum des Super Sale mehrfach gekauft“, berichtet Rank, die den Online-Marktplatz 2007 unter dem Namen Tradoria mitgründete. Zudem habe sich während des Super Sale die Anzahl der Einkäufe, bei denen der shopübergreifende Warenkorb von Rakuten.de genutzt wurde, verdoppelt – für das E-Commerce-Unternehmen eine wichtige Argumentationshilfe im Kontakt mit alteingesessenen Tradoria-Händlern, die der stärkeren Vereinheitlichung der zuvor eher dezentralen Online-Plattform nach der Übernahme durch Rakuten zum Teil recht skeptisch gegenüberstanden.

Vor allem in den ersten 120 Minuten war der Super Sale von Rakuten.de so erfolgreich, dass sogar die Server des Online-Unternehmens mit der Anfragenlast zu kämpfen hatten. „Die wiederholten Lastspitzen zu den stündlichen Wechseln der Topdeals haben zu einer enormen Belastungen der Systeme geführt, was kurzzeitig eine eingeschränkte Erreichbarkeit bei uns zur Folge hatte“, erklärt Rank. Als Reaktion habe man die Topdeals aus dieser Zeit nachgeholt und den Super Sale um 2 Stunden verlängert. Insgesamt sei es aber beeindruckend, wie exakt die Prognosen aus Japan zum Verlauf des Verkaufsevents eingetreten seien. „Wir sind vom eigenen Erfolg überrascht“, so Rank.

Japanisches Erfolgsmodell

Dass Rakuten in Japan ein hochgradig attraktives und erfolgreiches E-Commerce-Modell entwickelt hat, unterstreichen auch die vor wenigen Tagen veröffentlichten Geschäftszahlen des Internetkonzerns für das vergangene Jahr. Der Online-Marktplatz Rakuten Ichiba kam dort auf ein Handelsvolumen von umgerechnet 11,6 Milliarden Euro und liegt damit deutlich vor dem weltgrößten Onlinehändler Amazon, der in Japan 2012 einen Umsatz in Höhe von rund 5,9 Milliarden Euro erzielte. Ebenso beeindruckend sind auch die weiteren Kennzahlen für das Japan-Geschäft von Rakuten: Das Unternehmen kommt in seinem Heimatmarkt auf einen E-Commerce-Marktanteil von 28,8 Prozent und verfügt über einen aktiven Kundenstamm von 13 Millionen Nutzern, deren Shoppingfrequenz im letzten Jahr auf ganze 4,61 Käufe pro Quartal gestiegen ist.