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26.10.2001 - 

Alternative zur Entsorgung

Supercomputer aus Alt-PCs zusammengezimmert

26.10.2001
MÜNCHEN (CW) - Mit Hilfe von HP-Technikern ist am staatlichen französischen IT-Forschungsinstitut Inria aus ausrangierten PCs ein "I-Cluster" entstanden, dessen Leistungsdaten es in die Liste der 500 stärksten Computer der Welt heben.

Aus Standardhardware-Komponenten, wie man sie in jedem größeren Unternehmen finden kann, wollten Forscher am HP-Laboratorium in Grenoble einen Supercomputer bauen. Einen geeigneten Partner entdeckten sie in der Nachbarschaft, beim Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique (Inria). Sie begannen, obwohl sie zuvor nur Erfahrungen mit Zwölf-Maschinen-Clustern hatten, mit 100 überflüssigen HP-PCs der schlanken, auf Netzbetrieb ausgerichteten Baureihe "ePC". Die Geräte verfügen jeweils über Pentium-III-CPUs mit 733 Megahertz Taktrate, 256 MB RAM und eine 15-GB-Festplatte. Am Ende waren 225 PCs ohne irgendwelche baulichen Veränderungen per Ethernet miteinander vernetzt. Preis des Supercomputers aus obsoleten PCs: 210000 Dollar, ohne Netzwerkkabel.

Als Betriebssystem wählten die Forscher das Linux "Mandrake" vom französischstämmigen Distributor Mandrakesoft, weil man an quelloffener Software den Code selber optimieren kann. Ende September 2001 lief das System; mit einer Leistung von 81,6 Gigaflops steht es auf Rang 385 der weltstärksten Computer (www.top500.org). Gekümmert haben sich die Forscher auch um den bei PC-basierten Clustern häufigen Ausfall von Hardware. Es soll im I-Cluster möglich sein, defekte PCs innerhalb von zwölf Minuten auszutauschen. HP plant nun, die dabei entwickelten Tools als Open-Source-Software zu veröffentlichen.