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15.07.1983 - 

Datev setzt sämtliche Batch- und Online-Anwendungen auf Siemens-Rechner 7.890:

Superjumbo soll Koordinationsprobleme losen

NÜRNBERG (nw) - Neue Informationsdatenbanken, Anwendersysteme und ein erweitertes Datenübertragungsnetz sowie steigende Mitgliederzahlen und Buchungssätze lassen die Nürnberger Datenverarbeitungsorganisation der steuerberatenden Berufe Datev zum Superjumbo greifen: Im Herbst diesen Jahres soll mit dem Siemens 7.890 Modell S der "derzeit am Markt größte verfügbare kommerzielle Rechner" installiert werden. Damit hofft man, die zwischen den bislang vier installierten Rechnern auftretenden Koordinationsprobleme endgültig zu lösen.

Der von Fujitsu produzierte und von Siemens vermarktete Computer verfüge über eine Leistung von 23 Millionen Instruktionen pro Sekunde (Mips). Damit könne er die gesamte Produktion der Datev, sowohl Online- wie auch Batch-Verarbeitung, abwickeln. Bislang bringen es die Rechner, eine IBM 3033 und eine 3081 K sowie die beiden Siemens-Maschinen 7.880 und 7.881, auf insgesamt 35 Mips. Nach der Neuinstallation dient dann die 3081 als Bakkup-Maschine; die 7.880 soll gekauft werden, wahrend die DV-Zentrale auf die 3033 und die 7.881 verzichten will. Damit werde dann die Rechenleistung des RZs auf 43 Mips ansteigen.

Mit der Umstellung des Betriebssystems auf MVS/XA planen die Nürnberger, 1984 anfangen zu können, während XA auf dem Siemens-Rechner 1985 starten soll. Dies bedeute jedoch keinesfalls Mehraufwand, da die Computer des Münchener DV-Herstellers bei der Datev ebenfalls mit einem IBM-Betriebssystem laufen.

Auf jeden Fall scheint die Datev mit ihrer Zwei-Hersteller-Politik bislang gut gefahren zu sein: Die Nürnberger DV-Zentrale kann praktisch über eine 100 prozentige Verfügbarkeit der Rechner berichten. Zudem wirke sich die Zwei-Konkurrenten-Situation sehr positiv auf die Serviceleistungen der beiden Hersteller aus.

Ebenfalls Erfreuliches wußte Vorstandsvorsitzender Heinz Sebiger vom Jahresabschluß 1982 zu berichten. Zwar habe der Umsatz im Geschäftsjahr 1982 nicht mehr ganz so schnell zugenommen wie im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Doch mit einem Plus um 19,4 Prozent auf 245,8 Millionen Mark wurde wieder eine beachtliche Steigerungsrate erreicht. Als Grund dafür zähle auch der Konzentrationsgrad, der im laufenden Jahr auf mehr als 50 Prozent steigen dürfte und damit langsam an eine Sättigungsgrenze stoße. Damit wären dann 23000 Angehörige steuerberatender Berufe Mitglieder bei der Datev. Zum Ende des vorigen Jahres betrug die Zahl 21 615.

Die Betriebskosten sind im vergangenen Jahr mit 15,9 Prozent auf 215,7 Millionen Mark unterproportional gestiegen. So verbleibt dem Rechenzentrum unter dem Strich ein Rekordbetriebsergebnis von 30,1 nach 19,8 Millionen Mark. Die Rückvergütung wurde auf sechs (drei) Prozent vom Umsatz erhöht.

Die Investitionen beliefen sich auf 18,4 Millionen Mark. Für das laufende Jahr sind Investitionen in Höhe von 25,5 Millionen Mark vorgesehen. Davon entfallen 13 Millionen Mark auf den Bau eines dritten Standortes in Nürnberg.

Im ersten Halbjahr 1983 konnte der Umsatz um 13,5 Prozent auf 139,8 Millionen Mark gesteigert werden. Der Planumsatz für 1983 liegt bei 274,9 Millionen Mark. Die Mitarbeiterzahl soll im laufenden Jahr um gut zehn Prozent aufgesteckt werden. Ende 1982 wurden 1762 (1664) Personen beschäftigt.

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