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Konstanz ist stolz auf ersten deutschen 32-Bit-Rechner:

Supermini soll CTM Umsatzschub geben

04.03.1983

KONSTANZ (nw) - Den ersten 32-Bit-Dialogcomputer für kommerzielle Anwender, der sowohl in Deutschland entwickelt als auch gefertigt wird, stellte die CTM Computertechnik Müller GmbH auf ihrer Jahrespressekonferenz in Konstanz vor. Zielgruppe für das neue System 9032 sei zunächst einmal der vorhandene CTM-Kundenstamm, der mit dem Supermini nahtlos aufsteigen könne.

Gleichzeitig wollen sich die Konstanzer mit ihrer Neuentwicklung auch einen zusätzlichen Anwenderkreis für komplexe EDV-Organisation erschließen. Welche Marktsegmente CTM sich dabei vorstellt, wurde von der Geschäftsführung nicht näher erläutert. Nur eines wurde deutlich: Es besteht der Ehrgeiz, in diesem Bereich etablierten Supermini-Herstellern wie Digital Equipment, Data General oder Prime Konkurrenz zu machen.

Daß sie diese neuen Einnahmequellen auch brauchen, zeigt der in 1982 nur um rund zwei Prozent auf 138 Millionen Mark gestiegene Umsatz. Damit mußte man am Bodensee reale Einnahmebußen hinnehmen. Doch mit dem neuen 32-Bit-Rechner in Bit-Slice-Technik soll wieder an die Zuwächse der vergangenen Jahre angeknüpft werden. So plant die CTM nach den Worten ihres Geschäftsführers Eberhard Kiefer, dieses Jahr ihre Einnahmen wieder wie im Geschäftsjahr 1981 um zwölf Prozent zu steigern.

Die Grundkonfiguration des 9032, die für 185 000 Mark zu haben sein wird, hat Premiere zur Hannover-Messe 1983. Sie umfaßt 512 KB Speicher, sechs Bildschirmarbeitsplätze, ein Magnetplattenlaufwerk mit 96 MB (80 MB Fest, 16 MB Wechsel) und einen Drucker mit einer Leistung von 200 Zeilen pro Minute. Das Betriebssystem sei ebenfalls neu entwickelt und verfüge über eine volle 32-Bit-Adressierbarkeit. Damit laufen die Programme der 9032 allerdings nicht auf den kleineren CTM-Modellen. Bei weiterem Bedarf kann das Konstanzer Baby dann, wie CTM versichert, bis auf 31 Bildschirmarbeitsplätze mit 2 MB Hauptspeicher, 1,2 GB Magnetplattenkapazität und zwei Systemdrucker ausgebaut werden.

Ebenfalls zur Hannover-Messe in diesem Jahr will CTM ein Cobol-Programmiersystem vorstellen, das auf allen hauseigenen Produkten lauffähig sein soll. Zudem sind erweiterte Kommunikationsmöglichkeiten angekündigt, die zu Hannover Teletex für die CTM-Textsysteme sowie den Einstieg in SNA mit der 3270-Emulation versprechen.

In diese Neuentwicklung investierten die Konstanzer auch einiges. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 17,4 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung gesteckt, eine Relation, auf die man am Bodensee stolz ist. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Berichtszeitraum um fünf auf 525. Konkrete Angaben zur Gewinnsituation wurden nicht gemacht, doch Kiefer versicherte, daß CTM schwarze Zahlen schreiben