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Programmierhilfen können Kampf um 32-Bit-Markt entscheiden:

Superminis lassen sich nicht stoppen

11.09.1981

NORWALK, Conn. (cw) - Superminis sind Renner. Nach einer neuen Marktstudie des Marktforschungsunternehmens International Resource Development, Inc. (IRD) dürften die Lieferungen 1981 bereits 300 Millionen Dollar betragen. Das Unternehmen erwartet eine weitere Zunahme um 60 Prozent auf 480 Millionen Dollar 1982 und bis zum Ende der 80er Jahre soll der Superminimarkt ein Umsatzvolumen von 2 Milliarden Dollar erreichen.

Bisher wurden die Superminis als "nackte Hardware" auf den Markt gebracht, um erst vom Abnehmer entsprechend der vorliegenden Anwendung konfiguriert und programmiert zu werden. Jetzt bemühen sich die Hersteller intensiv um perfekte Programmierhilfen und spezielle E/A-Ausrüstungen für Anwendungen wie Luft-/Raumfahrtsimulatoren, Erdölprospektion, Prozeßsteuerung, Transaktionsverarbeitung .

"Das gegenwärtige phänomenale Wachstum dieses Marktes wird nicht ewig anhalten", sagte Edward O. Lanphier vom Forschungsstab der IRD voraus. "Früher oder später wird die intensive Unterstützung in bestimmten Anwendungslücken zu einem Faktor, der über den Markterfolg entscheidet. Mit einem Anteil von nahezu 40 Prozent am Wert der installierten Systeme ist die Digital Equipment Corp. durch ihr VAX-Produktprogramm der Marktführer bei 32-Bit-Superminis, gefolgt von der Perkin-Elmer Corp. (mit 22%), SEL/Gould (17% ) und Prime Computer, Inc. (??%). Dem Report nach wird auch Hewlett-Packard in der zweiten Jahreshälfte einen Supermini ankündigen. Zur Zeit wird noch am Prozessor unter dem Codenamen "Vision" gearbeitet. Das Vision-System wird der Leistung nach mit den mittleren VAX-Systemen vergleichbar sein und soll als Tischrechner konfiguriert sein. "Ein direktes Konkurrenzsystem von IBM ist nicht wahscheinlich", meinte Lanphier, "denn ein IBM-Supermini wäre den kommerziellen Angeboten der 32-Bit-Systeme in den Modellreihen 4331 und 4341 abträglich."

Die Data General Corp., die im letzten Jahr ihre MV/8000-Serie von Superminis einführte, soll dem Report nach gegen Ende 1981 oder zu Beginn des nächsten Jahres einen neuen Supermini auf den Markt bringen. Das neue Produkt, das intern "Fountainhead-Prozessor" genannt wird, ist der IRD nach ein Schlüsselfaktor in der Wachstumsstrategie von Data General. Mit der Ankündigung von Data General kann die Möglichkeit einer Erwerbung von einem oder zwei Herstellern spezialisierter Systeme verbunden werden, die unmittelbares, anwendungsbezogenes Know-how einbringen sollen. In diesem Zusammenhang wird im Report auf die letztjährigen Bemühungen von Data General zur Erwerbung der Megatek verwiesen, die Systeme der grafischen Informationsverarbeitung herstellt. Das Beispiel wäre typisch für ein abgekürztes Verfahren, sich eine Basis zur Schaffung grafischer Software für eine Supermini-Serie zu sichern.

Während sich die amerikanischen Hersteller von Mikro- und Minicomputern gegen einen Zustrom neuer Produkte aus Japan wappnen, scheinen kaum Aussichten auf eine bevorstehende Wettbeverbsauseinandersetzung mit den Japanern auf dem Feld der Superminis zu bestehen. "Vielleicht haben die japanischen und europäischen Computer-Hersteller die Möglichkeit dieses Marktes bei ihren intensiven Bemühungen, kleine Bürocomputer und konventionelle Datenverarbeitungssysteme in großer Zahl zu liefern, ganz einfach übersehen", schrieb Lanphier.

Der Report mit dem Titel "Superminicomputers in the 1980s" kann für 985 Dollar von der International Resource Development, Inc. (IRD), 20 High Street, Norwalk, Conn. 06851, bezogen werden.

(Aus Computerworld vom 27. Juli 1981, übersetzt von Hans J. Hoelzgen, Böblingen.)