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09.07.1982 - 

32-Bit-Rechner erweisen sich in speziellen Anwendungen für besonders geeignet:

Superminis managen Datenströme in Netzen

München- Tun sich Superminis im reinen kommerziellen Bereich auch immer noch schwer, so haben sie ihre Bewährungsprobe als Rechner in Netzwerken längst bestanden. Jürgen Marialke* setzt sich im folgenden kurz mit dem komplexen Thema "Minis in Netzwerken" auseinander. Der Betrag erklärt, warum gerade die 32-Bit-Minis in Netzen so erfolgreich sind.

Um Netzwerkkonzepte mit Minirechnern charakterisieren zu können, muß der Zusammenhang zwischen dezentraler Datenverarbeitung und Kommunikation zwischen Rechnern dargestellt werden. Die Kommunikationsfähigkeit dieser Systeme ist eine Voraussetzung für die Realisierung der dezentralen Datenverarbeitung. Dabei ist es gleichgültig, wo sich Prozessoren oder Terminals in einem Verbundsystem befinden.

Protokolle definieren Formate

Wichtig ist hierbei, daß die Kommunikation zwischen den einzelnen Knoten eines Netzes durch eine Kombination von physikalischen und logischen Verbindungen zustande kommt. Physikalisch meint die Verbindung zum Zwecke des Datenaustausches, logisch die Fähigkeit zur Kommunikation, gleichgültig, ob eine physikalische Verbindung besteht oder nicht.

Für die logischen Voraussetzungen der Datenkommunikation sorgt die entsprechende Netzwerk-Software. Bei dieser Netzwerk-Software handelt es sich um Interfaces und Protokolle, mit denen die Beziehungen zwischen den einzelnen Modulen innerhalb eines Knotens beziehungsweise den äquivalenten Modulen in verschiedenen Knoten geregelt werden.

Netzwerk-Software für Kommunikationssysteme mit Minirechnern umfassen üblicherweise folgende Funktionen:

-Task-zu-Task-Kommunikation

-Programme, die auf einem System ausgeführt werden, können Daten mit Programmen austauschen, die auf einem anderen System laufen

-Routing: wenn keine Verbindung zwischen dem Ausgangs- und dem Zielsystem besteht, werden die Daten über Transferknoten befördert

-Multipoint

-Netzwerkkontrollterminal- ein Terminal des Systems arbeitet wie ein lokales Terminal eines anderen Systems

-Down-Line-Loading: Übergabe von Programmen, Systemen und Kommandodateien von einem großen System auf ein kleineres System.

Übergabe von Programmen

Um diese Funktionen zu erfüllen, müssen die Systemkomponenten eines solchen Netzwerkes eine Reihe von technischen Leistungsmerkmalen aufweisen, die von Minirechnern erfüllt werden:

-Die Fähigkeit, auf Anforderungen, die von außerhalb des System

kommen, sofort zu reagieren

-Transaktionsorientiert arbeiten zu können, das heißt aus jeder Dateneingabe in das System sofort mit einer Datenverarbeitung zu reagieren

-Mehrbenutzer-Betriebssystem, konzipiert für die Verwaltung von Kommunikationsaufgaben.

Die Kombination von technischer Leistungsfähigkeit der Netzwerk-Software ist der eigentliche Schlüssel für den Erfolg der Netzwerke beziehungsweise Verbundsysteme mit Minirechnern. Wie sich aus der Schilderung der Netzwerkfunktionen ohne weiteres ableiten läßt, hat eine anspruchsvolle Netzwerk-Software ein beachtliches Volumen.

Die Restriktionen der 16-Bit-Rechner sind hier zumindest Hindernis und haben die 32-Bit-Superminis mit ihren Adressierfähigkeiten und virtuellen Betriebssystemen zum Favoriten für Netzwerke gemacht.