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12.05.2015 - 

Anleitungen zum Umstieg

Support-Ende von Windows Server 2003 – was wichtig ist

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
Ab dem 14. Juli 2015 gibt es auch für die Servervariante von Windows XP – Windows Server 2003 – keinerlei Aktualisierungen, Patches oder Hotfixes mehr. Grund genug, sich auf eine Ablösung der Systeme vorzubereiten.

Was insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen berücksichtigen müssen: Neben dem teils immer noch populären Windows Server 2003 / Windows Server 2003 R2 ist vom Support-Ende auch der Small Business Server 2003/2003 R2 betroffen. Idealerweise sollten Unternehmen Server mit diesen Betriebssystemen daher ablösen. Mit dem Support-Ende am 14. Juli 2015 endet der Lebenszyklus des Windows Server 2003 nach über zehn Jahren. Wir haben zusammengefasst, worauf Sie dabei achten müssen.

Analyse und Planung der Aktualisierung

Im ersten Schritt sollten Sie zunächst eine genaue Auflistung durchführen, welche Serveranwendungen, Daten und Server noch mit den abgekündigten Betriebssystemen installiert sind. Auch die installierten Serverrollen sollten Sie erfassen. Erst wenn klar ist, welche Versionen im Einsatz sind, ist eine Migration sinnvoll.

Generell ist es empfehlenswert, dass Sie auch die installierten Serveranwendungen auf den neuesten Stand bringen. Dazu kommt, dass Sie neue Hardware benötigen, da die alte Windows-Server-2003-Hardware mit neuen Serverversionen wohl häufig nicht mehr zurechtkommen wird.

Microsoft hilft bei der Erfassung der Daten mit dem kostenlosen Microsoft Assessment and Planning Toolkit. Das MAP-Toolkit ist eine agentenlose Inventarisierung und kann für Migrationen Bewertungen und Berichte erstellen. Der Sinn besteht in der Beurteilung von IT-Infrastrukturen für verschiedene Plattformmigrationen.

Sie können mit den Tools aus MAP-Toolkit Migrationen zu Windows 8.1, Windows 7, Office 2013, Office 2010, Office 365, Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 planen. Aber auch Serverdienste wie SQL Server 2014, Hyper-V, Microsoft private Cloud Fast Track und Windows Azure sind Bestandteil. Das ist auch der Grund, warum Sie immer die aktuellste Version einsetzen sollten. Sie können mit dem Toolkit also die Migration von Windows Server 2003 zu einer aktuellen Version planen.

Migration zu Active Directory mit Windows Server 2012 R2

Wollen Sie Ihre Domäne zu Windows Server 2012 R2 aktualisieren, müssen Sie zunächst das Schema der Gesamtstruktur erweitern. Dazu führen Sie den Befehl adprep /forestprep auf einem Domänencontroller aus. Sie finden das Tool im Ordner support\adprep auf der Windows Server 2012 R2-DVD.

Damit Sie das Schema erweitern können, müssen Sie mit c die Erweiterung bestätigen. Diese Maßnahmen lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Nach der Aktualisierung des Schemas sollten Sie mit adprep /domainprep noch die einzelnen Domänen aktualisieren. Installieren Sie neue Domänencontroller, lassen sich diese problemlos in Active Directory aufnehmen. Auch Mitgliedsserver mit Windows Server 2012 R2 können Sie in bestehende Domänen aufnehmen, wenn Domänencontroller mit Windows Server 2003/2003 R2 vorhanden sind.

Bei Migrationen können Sie Betriebsmasterrollen von Vorgängerversionen auf die neuen Domänencontroller mit Windows Server 2012 R2 übernehmen. Die Vorgänge dazu sind identisch mit der Übernahme in Windows Server 2008 R2. Sie können also neue Server durchaus in Ihre Windows-Server-2003-Domäne aufnehmen.