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14.12.1990 - 

Compaq-Präsident: Service-Bundling verzerrt Preise:

Support inklusive hat keine Zukunft bei offenen Systemen

MENLO PARK (IDG) - Anwender mit offenen Systemlandschaften, besonders solchen auf PC-Basis, werden zunehmend für Service und Support gesondert zahlen müssen. Dieser Ansicht ist Mike Swavely, Präsident der Compaq Computer Corp.

Compaq offeriert seinen Kunden keinen Hardware-inklusiven Support. Kritik hieran wies Swavely mit der Feststellung zurück, die traditionelle Form des Supports, wie er von Großsysteme-Anbietern wie IBM und DEC geleistet werde, sei ein "nicht lebensfähiges Modell" für die DV-Industrie in den neunziger Jahren. Um über den Preis konkurrieren zu können, müßten die Anbieter, wie im PC-Markt bereits üblich, ihre verkaufsfremden Dienstleistungen gesondert in Rechnung stellen.

Der texanische Hersteller von High-end-PCs sieht sich zunehmender Kritik ausgesetzt, weil seine 2000 Vertragshändler sich oftmals als unfähig erwiesen hätten, geeigneten Support für die Systempro-Server zu leisten. Laut Swavely reicht die Zahl der Systempro-Experten unter den Dealern hingegen aus, den Service-Bedarf zu decken. Andererseits, so Joe Ann Stahel vom Marktforschungs-Unternehmen Storeboard, sei Compaq bei den PC-Fachhändlern sehr beliebt, weil das Unternehmen ihnen durch seine Service-Preispolitik gute Verdienstmöglichkeiten eröffne. Zur Unterstützung der Compaq-Händler engagiert sich der Hersteller gleichwohl auch selbst im Support-Bereich. So existieren in den USA vier Demonstrationszentren, in denen die Dealer mit den Kunden deren Systempro-Anwendungsproblemen - immer im Online-Kontakt mit einem Testlabor beim Hersteller - auf den Grund gehen beziehungsweise Applikationen live vorführen können.

Wenigstens für die Systempro-Reihe, glaubt Analyst Jim Poyner, ist Compaq damit auf halbem Weg zur direkten Unterstützung der Kunden. Wenn die Verkaufszahlen der Server-Reihe im nächsten Jahr nicht kräftig anstiegen, ist der Experte überzeugt, werde Compaq noch anders aktiv werden müssen. Poyner hält es allerdings aus Kostenerwägungen für ausgeschlossen, daß die Texaner solche Demonstrationszentren auch zur Unterstützung des Absatzes normaler PCs einrichten werden.