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06.02.2004 - 

Richard Seibt leitet künftig das Emea-Geschäft

Suse-Chef macht bei Novell Karriere

MÜNCHEN (CW) - Nach der Übernahme durch Novell steigt der ehemalige Suse-Chef Richard Seibt ins Topmanagement der Netzwerk-Company auf. Als President von Novells Emea-Organisation verantwortet er das operative Geschäft in Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Suse bekräftigte unterdessen, die United-Linux-Version 1.0 weiter zu unterstützen.

Der langjährige IBM-Manager Seibt folgt Gerard Van Kemmel, der die Position des Chairman von Novell-Emea übernimmt. Die als eigenständige Geschäftseinheit weitergeführte Suse Linux leitet ab sofort Markus Rex, bisher Entwicklungschef des Nürnberger Linux-Distributors. Rex, der seit 1999 für Suse arbeitet, übernimmt zudem die Verantwortung für Novells Linux-Desktop-Initiative.

"Durch seine detaillierten Kenntnisse der Suse-Prozesse wird Richard Seibt eine schnelle und reibungslose Integration sicherstellen", erklärte Novell-CEO Jack Messman den Wechsel. Seine Berufung unterstreiche Novells Festlegung auf eine Open-Source- und Linux-Strategie. Wichtiger als solche Personalia dürfte für etliche Suse-Kunden die Frage nach United Linux sein. Die im Mai 2002 gegründete Vereinigung aus Suse Linux, SCO Group (vormals Caldera), Conectiva und Turbolinux war angetreten, um eine weltweit standardisierte Variante des Open-Source-Betriebssystems zu schaffen. Mit der SCO-Klage gegen IBM und der Übernahme von Suse durch Novell verschlechterten sich die Voraussetzungen dafür nachhaltig. Das endgültige Aus kam mit dem Ausscheiden Paula Hunters, die zuvor als General Manager die Organisation geleitet hatte. Sie arbeitet künftig für die Open Source Development Labs (OSDL).

Dass United Linux damit am Ende ist, hört man bei Suse nicht gerne. Man werde weiterhin mit Conectiva und Turbolinux zusammenarbeiten und die United-Linux-Version 1.0 über den gesamten Lebenszyklus unterstützen, ist aus Nürnberg zu hören. Demgegenüber hatte Novell-Chef Messman am Rande der Messe Linuxworld in New York erklärt, er sehe für sein Unternehmen keinen Nutzen, weiter an United Linux zu arbeiten.

Gartner-Analysten sehen Novells Abkehr von United Linux eher positiv. Ohne Ressourcen in das Einheits-Linux stecken zu müssen, sei der Anbieter mit Hilfe von Suse in der Lage, eine starke Alternative zum Linux-Distributor Red Hat aufzubauen. Der wiederum sehe sich gezwungen, stärker auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Linux-Anwender könnten von dieser Entwicklung profitieren. (wh)