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17.10.2003 - 

Neunte Hauptversion der Distribution verträgt sich mit Windows

Suse Linux verführt zum Fremdgehen

NÜRNBERG (CW) - Das Betriebssystem "Suse Linux 9.0" ist da. Es soll Linux-Anfängern den Einstieg und Profis die Administration und das System-Tuning erleichtern.

Suse hat an die Anwender gedacht, die keinen radikalen Betriebssystem-Wechsel von der Windows- in die Linux-Welt vornehmen wollen. Für sie wurde das Installationswerkzeug "Yast2" (Yet another Setup Tool) so erweitert, dass es jetzt auch das Dateisystem NTFS unterstützt, das Windows 2000 und XP verwenden. Die Folge ist, dass sich Suses neues Linux mit wenigen Mausklicks auf einer Festplatte neben den Microsoft-Umgebungen installieren lässt. Dafür bisher unumgängliche proprietäre - und damit kostentreibende - Tools von anderen Anbietern, beispielsweise "Partition Magic", sind nicht mehr nötig.

Yast ermöglicht es des Weiteren, in Verbindung mit "Samba 2.2" unkompliziert Linux- und Windows-Rechner zu vernetzen. Über eine grafische Benutzeroberfläche lassen sich Web-gerichtete Server für Netzwerke beispielsweise in kleinen Unternehmen oder anspruchsvolleren Home-Umgebungen einrichten. Für erfahrenere Anwender bietet sich während der Installation die Wahlmöglichkeit "Programme für erfahrene Benutzer" an, die 50 der verbreitetsten Linux-Tools installiert. Neu ist auch ein "Systemdoktor", ein Werkzeug zur Rekonstruierung des Systems nach Zerstörung oder versehentlicher Löschung systemwichtiger Dateien.

Kernel 2.6 zum Probieren

Suse Linux 9.0 verwendet den Linux-Kernel 2.4.21. Der ist aber schon - ähnlich macht es der wichtigste Distributionskonkurrent Red Hat - um einige Weiterentwicklungen des kommenden Kernels 2.6 erweitert. Zu nennen sind darunter in erster Linie der verbesserte Scheduler, der für einen schnelleren Programmablauf sorgt, und die "Advanced Linux Sound Architecture", welche Linux für professionelle Musikgestaltung erschließt. Wer mag, kann auch gleich den Kernel 2.6 in einer aktuellen Testversion installieren.

Besonders interessant könnte das Suse-Betriebssystem für Notebook-Besitzer sein. Denn es unterstützt zahlreiche Winmodems, die oft in den Kleinrechnern integriert sind und gewöhnlich nur mit einem Microsoft-System arbeiten. Neben Modems werden ISDN-Karten und DSL-Verbindungen bei der Installation erkannt. ISDN-Nutzer können per Mausklick ihre Verbindung per Kabelbündelung auf doppelte Geschwindigkeit bringen.

Zum Betriebssystem gehört die Benutzeroberfläche KDE in der aktuellen Version 3.1.4. Die umfasst auch den Instant Messenger "Kopete", der die gängigen Dienste AOL, MSN, IRC, ICQ und Yahoo Messenger unterstützt. Hinzu kommt das Büropaket "Open Office", dessen neue Version 1.1 PDF-Dateien und Präsentationen im Flash-Format exportieren sowie beliebige XML-Formate verarbeiten kann.

Die bei Suse im Online-Shop und im Buchhandel erhältliche neue Distribution umfasst eine 1100 Seiten starke Dokumentation. Suse Linux 9.0 ist in der Privatanwender-Variante "Personal" für 49,95 (drei CDs, 60 Tage Installationssupport) Euro zu haben. Die eher auf Unternehmen und Linux-Kenner zugeschnittene "Professional"-Version (fünf CDs, eine Doppel-DVD, 90 Tage Installationssupport) kommt auf 79,95 Euro, ihr Update von einer älteren Variante kostet 49,95 Euro. Es gibt auch eine Variante für Rechner mit 64-Bit-Prozessoren von AMD für 99,95 Euro. (ls)