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28.04.2000 - 

Nürnberger bringen Version 6.3 für Alpha-Rechner

Suses Linux 6.4 erleichtert Einstieg in Open Source

MÜNCHEN (CW) - Der Nürnberger Open-Source-Anbieter Suse hat die Version 6.4 seiner Linux-Distribution auf den Markt gebracht. Gleichzeitig stellt das fränkische Unternehmen das Release 6.3 von Linux für Alpha-Prozessoren vor.

Mit "Suse Linux 6.4" offeriert der Hersteller ein Betriebssystem, das sich sowohl für Open-Source-Einsteiger als auch -Profis eignen soll. Linux-Neulingen will Suse in erster Linie mit dem weiterentwickelten grafischen Installations-Tool "Yast2" und dem Einsteiger-Handbuch die Welt des Pinguin-Betriebssystems nahe bringen. So soll beispielsweise eine automatische Hardwareerkennung von Soundkarten, Druckern, Modems, ISDN- und Grafikkarten die Installation ähnlich wie unter Windows vereinfachen. Das Netzwerk und der Internet-Zugang lassen sich nun bereits während der Installation mit Yast2 konfigurieren. Abschließend startet die Installationsroutine den integrierten, überarbeiteten KDE-Desktop.

Ziel bei der Entwicklung der neuen KDE-Version 1.1.2 war es laut Suse, eine Oberfläche zu schaffen, die auf die Bedürfnisse von Linux-Anfängern und -Experten gleichermaßen zugeschnitten ist. Der KDE-Desktop ermöglicht es nun, eventuell vorhandene Windows-Partitionen automatisch auf der Benutzer-Schnittstelle anzuzeigen. Zudem lassen sich Dateien per Drag and Drop auf ein Drucker-Symbol ziehen und ausdrucken. Ebenfalls enthalten sind ein Schnellwahlmenü wie bei Windows sowie eine menügesteuerte Übersicht über alle auf dem Rechner installierten Programme.

Dem erfahrenen Linux-Anwender steht zudem das gewohnte "Yast1" zur Verfügung, mit dem sich Systemeinstellungen und Administrationsfunktionen spezifischer konfigurieren lassen. Auch eine komplette Neuinstallation kann wahlweise mit Yast1 erfolgen kann. Neu ist hingegen das Quick-Install-Manual, das die Installation anhand von Screenshots Schritt für Schritt erklärt.

Darüber hinaus hat Suse den aktuellen Linux-Kernel 2.2.14 um zusätzliche Features erweitert. So unterstützt das Release nun erstmals Hauptspeicher bis zu einer Größe von 3,5 GB. In Zusammenhang mit dem Raw-Device-Support bietet sich die Linux-Distribution damit besser als Plattform für umfangreiche Datenbanken an. Ebenfalls neu ist die Unterstützung für das Journaling-File-System "Reiser FS". Das verspätet gelieferte Dateisystem protokolliert jede Änderung an den Datenstrukturen und ermöglicht so eine schnellere Wiederherstellung des Systems nach einem plötzlichen Systemabbruch etwa durch Stromausfall.

Das Modul "Xfree TM 3.3.6" leistet jetzt Unterstützung für aktuellere Grafikchips, wie etwa "Nvidia Vanta/Geforce 256", "Savage 2000" und "Intel i810". Interessant für Profis und Entwickler dürfte das ebenfalls mitgelieferte "Xfree86 4.0" sein, das aufgrund bislang fehlender Tests allerdings nicht standardmäßig installiert wird. Als Demonstration präsentiert Suse "Sax2" (Suse Andvanced X Configuration), eine grafische Oberfläche, unter der alle Features von Xfree86 TM 4.0 bequemer konfiguriert werden können.

Verbessert wurde auch der Support für USB-Geräte: Die meisten USB-Mäuse, -Tastaturen und -Drucker sind laut Hersteller nun unter der neuesten Distribution lauffähig. Suse Linux 6.4 wird auf sechs CDs geliefert und enthält mehr als 1500 Anwendungsprogramme. Neu hinzugekommen sind Applikationen wie "Broadcast 2000", ein Video-Schnittsystem sowie "Moonlight 3D Atelier", ein 3D-Zeichenprogramm. Ebenso sind "Apache", "Samba", "Gimp", "Sendmail", der freie "Realplayer 5.0" sowie "Wordperfect 8 Download Edition" und "Staroffice 5.1a" enthalten.

Gleichzeitig offeriert Suse die zweite Version von Linux für Alpha-AXP-Prozessoren. Auf vier CDs bietet der Anbieter die Linux-Distribution für Alpha-Rechner mit rund 200 Paketen. Ebenso wie die Intel-Version arbeitet auch die Alpha-Variante mit den Administrations-Tools Yast1 und Sax.

Suse Linux 6.3 für Alpha-AXP wird mit dem Kernel 2.2.13 und "glibc 2.1" ausgeliefert. Darüber hinaus ist KDE 1.1.2 enthalten. Verbessert wurden unter anderem der KDE-Mail-Client (kmail) sowie die Browser-Funktionalität des kfm. Wichtigste Neuerung ist der KDE-Theme-Manager, mit dem Anwender das Aussehen ihres Desktops per Mausklick verändern können. Darüber hinaus kommt KDE 1.1.2 erstmals mit High-Color-Icons. Neuerungen gibt es auch aus dem Bereich Hardwareunterstützung, wo nun Grafikkartenchipsätze der neuesten Generation, wie etwa "Savage 3D", "Savage 4" oder "Trio 3 D/2X", unterstützt werden.