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07.11.1986 - 

Mittels Simulation der Hardwareumgebung:

SW-Fehlentwicklungen vermeiden

MÜNCHEN (pi) - Zur Modellierung und Simulation von parallel ablaufenden Prozessen bietet die Siemens AG das Programmsystem ,Sigmus" an. Das Produkt eignet sich besonders für die Entwicklung von Mikroprozessorsystemen.

Um Entwicklungszeit zu sparen, aber auch um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen, versucht man heute, die Software schon vor Fertigstellung der Hardware auf einer Software-Nachbildung der Hardware - einem sogenannten Modell - zu testen.

Dieses Modell wird durch ein eigenes Computerprogramm erstellt. Die Siemens-Forschungslaboratorien entwickelten das Programm "Sigmus" speziell für die Modellierung von Mikroprozessorsystemen.

Ausgehend von einer Beschreibung der Struktur des Multiprozessorsystems und der einzelnen Komponenten, aus denen es aufgebaut, erzeugt "Sigmus" ein neues Programm (Modell), daß das untersuchte Mikroprozessorsystem simuliert. Neben dem Simulator, der den Kern des Modells bildet, steht ein Dialogteil zur Steuerung der Simulation und zur Auswertung der Ergebnisse zur Verfügung.

Auf dem mit "Sigmus" erstellten Modell des Multiprozessors kann die gleiche Software ablaufen wie im realen Einsatzfall. Auch die entsprechenden Ein- und Ausgabeoperationen sind möglich.

Dem Entwickler ermöglicht das Produkt, Software- und Hardware- Konfigurationen ohne aufwendige Zusatzentwicklungen zu testen. Er kann einfacher als im realen System Datenflüsse und Lastverteilung messen; Engpässe können lokalisiert und beseitigt werden.

Anwendungen von "Sigmus" sind unter anderem für die Intel-Prozessoren 8086, 8087, 80386, 80287 und Motorola 68010 durchgeführt worden.