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31.10.1986 - 

Bislang für BS1000BS2000- und MVS-Anwender verfügbar:

SW-Paket komprimiert Datenfriedhof

FREDRICHSDORF/TS. (CW) - Auf ein Fünftel bis ein Viertel ihres ursprünglichen Umfanges können jetzt Dateien mit dem Softwarepaket "FLAM" der Limes Datentechnik GmbH aus Friedrichsdorf/Taunus komprimiert werden. Dies führt sowohl bei der Archivierung als auch bei der Übertragung von Dateien zu erheblichen Kosten- und Zeiteinsparungen.

"FLAM" arbeitet nach dem sogenannten Prankenstein-Lidzba-Verfahren. Während man bisher mit Hilfe von gepackter Zeichendarstellung und Wiederholungsfaktoren lediglich satzseriell komprimieren konnte, ist das neue Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die Datenfolgen zusätzlich einer Strukturanalyse unterworfen werden, um eine sie verbindende Charakteristik zu erkennen. Dadurch wird auch blockserielles Vorgehen möglich.

Die Software ist ein eigenständiges Produkt, einsetzbar als Pre- oder Postprozeß. Über User-Exits kann sie auch direkt in bestehende Programme übernomme werden und fungiert dann anstelle der jeweils vorhandenen herkömmlichen Schreib-/ Lesebefehle respektive -Makros. Auch die Reduzierung des Datenvolumens bei Langzeitarchivierung wird dem Hersteller zufolge ein Einsatzschwerpunkt in Großunternehmen sein.

Entwickelt wurde das Produkt von Heinz-Ulrich Wiebach und Reinhard Lidzba im vergangenen Jahr, als sie noch Mitarbeiter der Dresdner Bank waren. Sie haben sich inzwischen selbständig gemacht und das Unternehmen Limes Datentechnik in Friedrichsdorf/Ts. gegründet. Die Deutsche Bank erstand als erstes Unternehmen eine vorläufige Version. Auch bei der genossenschaftlichen Informationszentrale Rhein-Main (GIZ) ist seit November letzten Jahres eine Vorabversion im Einsatz.

Vertriebslizenzen hat die Limes Datentechnik bislang an Siemens und die Jet Software GmbH vergeben. Bei dem Elektronik-Riesen steht "FLAM" für BS1000/BS2000 für die Zugriffsmethoden SAM/ISAM/PAM zur Verfügung. Eine Sinix-Version ist in Planung. Das neugegründete Softwarehaus Jet-Software mit Sitz in Dieburg bietet die MVS-Version für alle IBM-Anwender an. Laut Geschäftsführer Mike Kelly ist die VSE-Version in Arbeit. "FLAM" soll im nächsten Jahr auch auf Nixdorf-Computern lieferbar sein, jedoch vorerst zum Zwecke der Datensicherung und -übertragung.

Die Vergabe von Vertriebslizenzen an die Hersteller weiterer marktgängiger DV-Systeme ist vorgesehen. Damit soll jenen Anwendern gedient werden, die File-Transfer in heterogenen Netzen betreiben.

Um dem Benutzer Denkhilfen zu geben, veranstaltet Siemens mehrere dreitägige Seminare mit dem Titel Datacomp - Datenkomprimierungsverfahren und Einsatzmöglichkeiten".