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22.05.1992 - 

CA läßt sich keine Verletzung von Lizenzrechten gefallen

SW-Piraterie zieht eine Klage gegen Banken-Holding nach sich

NEWARK (IDG) - Computer Associates International Inc. (CA) hat vor Gericht Klage wegen Softwarepiraterie gegen die Banken Holding First Fidelity Bancorp, erhoben. Der Gruppe wird vorgeworfen, im Rahmen von Outsourcing-Vertragen mit der Electronic Data Systems Corp. (EDS) unerlaubt CA-Software genutzt zu haben.

Die Bankengruppe, in der Finanzinstitute aus dem Nordosten der USA zusammengeschlossen sind, soll CA-Software genutzt haben, ohne in Besitz entsprechender Lizenzrechte gewesen zu sein. Welche Programme zu welchem Schaden für Computer Associates unberechtigte Anwendung fanden, wurde nicht mitgeteilt.

Der Zugriff soll jedoch dadurch möglich geworden sein, daß First Fidelity ihren RZ-Betrieb zum Outsourcer EDS ausgelagert hat. CA hat die EDS in der Klage allerdings nicht einer Beteiligung beschuldigt. Hingegen wehrt sich die beklagte Banken-Holding - die laut CA die Vorwürfe im vergangenen Oktober schon eingestanden haben soll - jetzt gegen den Softwareriesen. CA-Angaben zufolge hat First Fidelity ihrerseits Klage gegen CA erhoben.

Die First Fidelity Bancorp. hatte mit EDS im September 1990 einen Zehn-Jahres-Vertrag abgeschlossen, demzufolge der Oursourcer für den Preis von 450 Millionen Dollar den Rechenzentrumsbetrieb der Bank-Holding übernimmt. Im Rahmen des Vertrages wechselten rund 300 DV-Mitarbeiter von First Fidelity zu EDS, um den RZ-Betrieb abzusichern.

In den ersten 18 Monaten führte EDS zwei First-Fidelity-Rechenzentren zu einem Betrieb in Philadelphia zusammen. Zugleich war EDS bemüht, die Datenverarbeitung in den verschiedenen Banken mit ihren 530 Filialen in New Jersey und Ost-Pennsylvanien zu vereinheitlichen, die die Holding kontrolliert. Im gleichen Zeitraum hat First Fidelity jedoch in sechs Fällen weitere Banken beziehungsweise Beteiligungen an ihnen erworben Bisher hat EDS bei neun Unternehmen der Bankengruppe eine gemeinsame DV-Umgebung implementieren können. Die andauernde Umorganisation und Personalumschichtungen könnten die Holding verleitet haben, unauthorisiert CA-Software mitzunutzen.