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11.06.2004 - 

Eine Datenkarte für UMTS, WLAN und GPRS

Swisscom bringt alles auf eine Karte

ZÜRICH (CW) - Als einer der ersten europäischen Netzbetreiber ist es der Schweizer Swisscom gelungen, alle verfügbaren drahtlosen Datenübertragungstechniken auf einer Karte zu integrieren. Diese entwickelten die Schweizer gemeinsam mit der belgischen Firma Option.

Seit Jahresanfang haben Geschäftsreisende unterwegs drei Optionen, um drahtlos online zu gehen: Hotspots mit WLAN, den neuen Mobilfunkstandard UMTS und das etwas ältere GPRS. Wer jedoch nicht für jeden Übertragungsstandard eine eigene PC-Karte im Reisegepäck mitführen wollte, hatte bis vor kurzem nur zwei Wahlmöglichkeiten. Entweder er entschied sich für eine Kombikarte, die Datentransfers über WLAN und GPRS unterstützte, oder er griff zu einer der neuen Datenkarten für UMTS und GPRS.

Automatischer Netzwechsel

Eine Karte für alle drei Technologien suchte der Reisende dagegen vergeblich. Zwar hatten T-Mobile und Vodafone auf der Mobilfunkmesse 3GSM-World im Februar vollmundig entsprechende Lösungen angekündigt - doch vor Jahresende kommen sie nicht auf den Markt. Schneller als die beiden großen Mobilfunk-Carrier war jetzt die Swisscom. Sie entwickelte gemeinsam mit der belgischen Firma Option mit einem Aufwand von rund sieben Millionen Euro eine entsprechende Karte, die alle drei Funkverfahren beherrscht.

Der Clou an der Karte ist, dass sie nicht nur UMTS, WLAN und GPRS beherrscht, sondern auch ein "seamless handover" zwischen den verschiedenen Übertragungsverfahren bewältigt. Damit erfolgt für den Benutzer der Wechsel von einem Netz ins andere automatisch im Hintergrund.

Swisscom vermarktet die Karte ab Ende August unter eigenem Namen und schnürt unter der Bezeichnung "Mobile Unlimited" gleich das passende Serviceangebot dazu. Im UMTS-Netz soll der Benutzer dabei mit bis zu 384 Kbit/s surfen können, während Hotspots mit bis zu 54 Mbit/s aufwarten. Steht keines dieser schnellen Netze zur Verfügung, so ist noch GPRS mit Übermittlungsraten zwischen 30 und 40 Kbit/s als Alternative nutzbar.

Umgerechnet 45 Euro zahlt der Benutzer für den mobilen Datenzugang, wenn er beispielsweise einen Volumentarif mit 40 MB wählt. Preislich gehört Swisscom damit eher zu den teureren Anbietern. Im Vergleich zahlt nämlich ein deutscher Vodafone-Kunde, der UMTS/GPRS nutzt, für ein Volumen von 50 MB im Monat knapp 35 Euro. (hi)