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04.05.2006

Switches erhöhen SAN-Leistung

Wolfgang Miedl arbeitet Autor und Berater mit Schwerpunkt IT und Business. Daneben publiziert er auf der Website Sharepoint360.de regelmäßig rund um Microsoft SharePoint, Office und Social Collaboration.
Um die wachsenden Datenmengen zu bewältigen, konsolidieren immer mehr Unternehmen ihre Speichersysteme. Da die Anforderungen an die zentralen SAN-Komponenten dabei steigen, bietet Cisco nun mit den Switches der MDS 9000er Serie eine doppelte Port-Zahl und erweiterte VSAN-Funktionen.

In den meisten Unternehmen wird die anhaltend hohe Datenflut in absehbarer Zeit nicht zurückgehen, sondern weiter ansteigen. IDC zufolge vermehrt sich der Speicherplatz in Firmen pro Jahr um nahezu 80 Prozent. Um Kapital- (CAPEX) und laufende Betriebskosten (OPEX) dauerhaft zu begrenzen, konsolidieren viele Rechenzentren alle verfügbaren Ressourcen in einem gemeinsamen Storage-Area-Network (SAN). Nur so lassen sich Anwendungen je nach Bedarf flexibel mit Kapazität versorgen, und auch das Management ist sehr viel einfacher und kosteneffizienter als bei getrennten Speicherinseln.

Allerdings stellen Konsolidierungsvorhaben extreme Anforderungen an die Skalierbarkeit zentraler SAN-Komponenten. Deshalb bietet der Cisco MDS 9513 - das neue Flaggschiff der MDS 9000er Multilayer Intelligent Directors und Fabric Switches Familie - mehr als doppelt so viele Ports pro Switch wie sonst am Markt verfügbar, insgesamt bis zu 528. Außerdem ist der MDS 9513 zurzeit der einzige Switch, der gleichzeitig Port-Geschwindigkeiten von 1, 2, 4 und 10 Gbit/s unterstützt.

Alle Rechenzentren, die verschiedene Kunden betreuen, müssen effektive Ressourcenausnutzung und vereinfachtes Management mit ganz unterschiedlichen Sicherheitsansprüchen in Einklang bringen. Sie setzen daher verstärkt auf virtuelle SANs (VSANs), wobei eine einzelne physische Fibre-Channel-Fabric in mehrere unabhängige Netze unterteilt wird. So lassen sich beispielsweise die Datenströme diverser Kundenanwendungen sicher gegeneinander abschotten. Mit Inter-VSAN-Routing können Platten- oder Bandspeichersysteme dennoch von verschiedenen VSANs gemeinsam genutzt werden, und zwar ohne dass dafür zusätzliche Router angeschafft werden müssten.

Die VSAN-Technik von Cisco wurde mittlerweile als Industriestandard definiert. Zusammen mit den Cisco-Server-Fabric-Switches (SFS) und der Virtualisierungssoftware VFrame lassen sich damit programmierbare High-Performance-Speichernetze für Grid Computing umsetzen, die sämtliche Speicherressourcen eines Rechenzentrums on Demand bereitstellen. So nutzt das HLRS (Höchstleistungsrechenzentrum) der Universität Stuttgart die 10-Gbit/s-Fähigkeit des Cisco MDS 9513, um bei der campusweiten SAN-Konsolidierung Projektdaten logisch zu separieren und das SAN-Management zu vereinfachen.

Global Voice, Anbieter von Lösungen für Business Continuity und InformationsManagement, hat auf Basis der Cisco-MDS- 9000-Technik ein neues Geschäftsmodell etabliert, bei dem Unternehmen Speicherplatz mit abgestuften Verfügbarkeitswerten als externe Dienstleistung ordern können. Trotz wachsender Ansprüche - etwa im Umfeld von Basel II - lassen sich die Gesamtkosten je Gigabyte signifikant absenken, weil keine eigenen Speichernetze aufgebaut, gewartet und verwaltet werden müssen.

Integration von SAN und IP-Netzwerk

Auch Infraserv-Höchst, die Betreibergesellschaft des Industrieparks Frankfurt-Höchst, bietet Speicher als Service, und zwar als Baustein eines Netzwerk- und Kommunikationskomplettpakets. Bei der Versorgung der rund 80 hier ansässigen Chemie- und Pharmafirmen spielt daher die Integration von Speicher- und IP-Netzwerk eine wichtige Rolle: Die MDS-9000-Switches vereinen alle gängigen SAN-Protokolle in einem Gerät: Fibre Channel (FC), FC over IP (FCIP), iSCSI (Internet Small Computer System Interface) und FICON (Fiber Connection). Da iSCSI den blockorientierten Übertragungsmechanismus von SCSI auf das Internet Protocol abbildet, können Server-Systeme sowohl mit Gigabit-Ethernet als auch mit 10-Gigabit-Ethernet angebunden werden. Disk-Arrays und Bandbibliotheken lassen sich direkt aus dem IP-Netz heraus ansprechen. Sämtliche Speicherzugriffe laufen dann über vorhandene Switched-Ethernet-Komponenten des Netzwerks, so dass Speicherdatenströme über Management-Tools des IP-Netzwerks gesteuert werden können. Die Multiprotokollfähigkeit der MDS-Switches schützt also nicht nur frühere Investitionen existierender FC-SANs, sondern beschleunigt auch die Refinanzierung der IP-Infrastruktur.