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14.06.1996 - 

Paradigmenwechsel im Enterprise Networking

Switches verdrängen Router an Rand der Unternehmensnetze

Der Trend zum Switched Networking - um die Bandbreite zu erhöhen oder Virtuelle LANs (VLAN) zu implementieren - bedeutet einen dramatischen Wechsel für die Rolle der Router im Netz. In den neuen Architekturen übernehmen nämlich nicht mehr die Bolliden des Networkings die Aufgabe, unternehmensweite LAN-Segmente physikalisch zu verbinden, sondern Switches. Diese, so scheint es, verdrängen mit Erfolg die Router an den Rand des Netzes, wo eine neue Aufgabe auf die Geräte wartet: Sie wachen darüber, wer Zugang zu den Switched Backbones erhält und stellen die Verbindung zum WAN, einschließlich Internet, her.

Aufgrund dieser Entwicklung anzunehmen, daß Routing nun obsolet sei, ist jedoch verfrüht. Denn trotz des Switching-Trends erfreut sich beispielsweise Router-Primus Cisco nach wie vor über jährliche Zuwachsraten von über 30 Prozent. Allerdings scheint sich die Klientel des Marktführers zu ändern: Während Aufträge der Corporate Users zurückgehen, sorgen Carrier und Internet Service Provider weiterhin für volle Auftragsbücher. Amerikanische Branchenkenner schließen daraus, daß die Router als Antwort auf die Segmentierung der LANs in Corporate Networks nicht länger gefragt sind.

Eine These, die von Ed Braley, Corporate Data Network Manager beim Medizinischen Dienst Healthsource in Hooksett, bestätigt wird. Der Manager setzt mittlerweile auf die Switching-Technologie, um die Collision Domains zu minimieren und die Zahl der gerouteten Segmente zu verkleinern.

Andere wie John Dubiel, Netz-Manager bei Boston Edison, führen dagegen Kostengründe als Hauptgrund für den Vormarsch der Switches an. Letztlich bricht den Routern ihre teure Intelligenz das Genick: Im unternehmensweiten Netz ist mittlerweile die Fähigkeit der Router, jedes Datenpaket untersuchen zu können, nicht mehr gefragt. Im Gegenteil, viele Anwender betrachten dieses Feature als kontraproduktiv, wenn es darum geht, den Durchsatz im Netz zu erhöhen. Sie setzen lieber auf Switches.

Selbst wenn viele Unternehmen momentan Switching als preisgünstige Lösung zur Erhöhung der Performance favorisieren, verhalten sich andere Anwender wiederum abwartend. Sie versuchen das Bandbreitenproblem kurzfristig durch die Installation neuer Router-Ports in den Griff zu bekommen und setzen langfristig auf ATM.