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23.07.1999 - 

Mit Server-basierten TK-Anlagen

Swyx peilt den Markt für Sprach-Daten-Konvergenz an

MÜNCHEN (CW) - Auch hierzulande tut sich etwas in Richtung Sprach-Daten-Konvergenz. Die neugegründete Swyx Communications AG, Dortmund, entwickelt softwarebasierte TK-Anlagen für das Telefonieren über das Internet Protocol (IP).

Das Zusammenwachsen der Sprach- und Datennetze nimmt konkrete Formen an. Unternehmen sollen von dieser Entwicklung unter anderem insofern profitieren, daß sie nur noch eine Infrastruktur für beide Übertragungen unterhalten und verwalten müssen. Bereits bei der Installation kann das einige Einsparungen bedeuten: So sind bei der Vernetzung eines Bürogebäudes für etwa 500 Mitarbeiter schnell 50 Kilometer und mehr an Kabeln zu verlegen. Grob geschätzt lassen sich somit Ausgaben von bis zu einer Viertelmillion Mark vermeiden, wenn lediglich ein Netz installiert wird.

Weitaus mehr sollen Anwender aber von den neuen Services profitieren, die durch die Verschmelzung der Daten- mit der Sprachwelt in Unternehmen in greifbare Nähe rücken. Damit aber die Integration von Computer und Telefon oder das Abwickeln von Gesprächen über das Internet Protocol (IP) erst möglich werden, muß ein Generationswechsel bei den TK-Anlagen erfolgen. Neue, Server-basierte Lösungen auf Basis offener Standards sollen die proprietären Lösungen der etablierten Player wie Siemens ablösen (siehe CW 28/99, Seite 36). In diesem Markt mitmischen will das junge Unternehmen Swyx Communications AG.

Die Dortmunder Company wurde von ehemaligen Mitarbeitern des ISDN-Spezialisten ITK gegründet. Momentan arbeitet Swyx an der Entwicklung erster Produkte, die im nächsten Frühjahr auf den Markt kommen sollen. Es geht dabei vor allem um softwarebasierte TK-Anlagen auf Basis von Microsofts Windows 2000, aber auch um Software für LAN-Telefongeräte. Der Hersteller spezialisiert sich eigenen Angaben zufolge auf den NT-Nachfolger, weil er von Haus aus einige Funktionen mitbringt, die für die Nutzung von Verfahren wie Voice over IP (VoIP) hilfreich sind.

Die Dortmunder machen sich damit zunächst von einer raschen Marktdurchdringung von Windows 2000 abhängig. Sie schließen daher nicht aus, ihre Lösungen später auch auf andere Betriebssysteme zu portieren. Wolfgang Schröder, Vorstand der Swyx AG, sieht Erfolgschancen für die Lösungen des Unternehmens vor allem wegen der "völlig neuen Produktivitätspotentiale", die die Integration der Telefon- mit der PC-Bürowelt bringe.

Leicht wird Swyx es wohl nicht haben: Der Anbieter tritt mit seinen Produkten in direkte Konkurrenz zu Herstellern wie Cisco oder Siemens/3Com, die bereits ähnliche Lösungen anbieten.