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05.08.2005

Swyxware 5 mit Call-Center-Funktionen

Mit Swyx setzt ein weiterer deutscher Anbieter auf eine Windows-basierende VoIP-Lösung.

Um die 1999 gegründete Dortmunder Swyx Solutions GmbH war es in letzter Zeit eher ruhig. Hatte die Company anfangs noch als einer der ersten Anbieter einer professionellen softwarebasierenden VoIP-Lösung für Furore gesorgt, stahlen ihm in der Folge die etablierten Netzausrüster wie Cisco, Avaya, Nortel, Siemens oder Alcatel in Sachen IP-Telefonie die Show. Erschwerend kam hinzu, dass das Unternehmen Trends wie das Session Initiation Protocol (SIP) verschlafen hatte.

Hier lesen Sie …

• wie sich Swyx zurückmeldet;

• welche technischen Features Swyxware 5.0 auszeichnet;

• welchen praktischen Nutzen diese für den Anwender haben;

• wo laut Swyx-CEO Günter Junk die Reise in den nächsten Jahren hingeht.

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www.computerwoche.de/go/

*79293: Sicheres VoIP;

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*77019: VoIP mit Opensource;

*76522: Trendthema VoIP.

Unter der Leitung von Günter Junk, der davor Vice President Emea Operations in der Londoner Europazentrale von Cisco war, melden sich die Dortmunder nun zurück. Junk will Swyx einen Anteil von acht bis zehn Prozent am europäischen VoIP-Markt erkämpfen. Dessen Volumen schätzt der Firmenchef für 2007 auf 600 bis 700 Millionen Euro. Dabei setzt das Unternehmen weiterhin primär auf seine Windows-basierende VoIP-Software. Hardware wie Line-Interfaces oder IP-Telefone verkaufen die Dortmunder nur additiv, um eine komplette Lösung aus einer Hand offerieren zu können.

Zugpferd soll die neue "Swyxware Version 5.0" sein, mit der sich das Unternehmen nun vorbehaltlos zu SIP bekennt. Damit ist es nun beispielsweise möglich, eine Swyxware-TK-Anlage direkt mit einem auf Internet-Telefonie spezialisierten Provider zu koppeln, der dann das Routing ins öffentliche TK-Netz übernimmt. Ferner können per VPN entfernte Unternehmensstandorte oder Home-Office-Anwender mit den Call-Servern transparent verbunden werden. Ebenso unterstützt die Software zukunftsweisende Protokolle und Standards wie das Telephone Number Mapping (ENUM) zur Zusammenführung von unterschiedlichen Diensten und Endgeräten - also beispielsweise Handy, Festnetz, VoIP oder E-Mail. Auch das noch relativ junge SIP-Trunking beherrscht Swyxware 5.0.

Ansonsten wartet die Software mit den üblichen Features einer klassischen TK-Anlage auf, wobei man aber bei Swxy besonders stolz darauf ist, die seit Jahren in der klassischen TK-Welt propagierte Computer Telephony Integration (CTI) hier wirklich in der Praxis verwirklicht zu haben. Hierzu zählen etwa die Koppelung von Kalender und Telefon oder die Integration in vorhandene E-Mail-Systeme. Weitere Features sind Im- und Exportfunktionen für das persönliche Telefonbuch oder die Möglichkeit, Gesprächsmitschnitte per E-Mail zu versenden. Insgesamt, so betont Junk, seien in die Version 5.0 viele Funktionen eines Call-Centers integriert, was Unternehmen in die Lage versetze, ihren internen Büro-Workflow auch auf die Telekommunikation abzubilden.

Für das nächste Jahr plant Swyx eigenen Angaben zufolge neue Features wie etwa ein Hotstandby, um die Ausfallsicherheit der VoIP-Lösungen zu erhöhen. Ebenso beabsichtigt sind Möglichkeiten, die VoIP-Server in Cluster zusammenzuführen oder zu spiegeln. Der nächste große Schritt ist dann für CEO Junk die Entwicklung einer Hosting- Lösung, mit der er ebenfalls für 2006 rechnet. Dies sei nur eine logische Weiterentwicklung der heute bei VoIP zu beobachtenden Trends wie verteilte VoIP-Anlagen in Corporate Networks. Und wenn im Zuge von VoIP die Telekommunikation nur noch ein Dienst beziehungsweise eine Applikation unter anderen im Netz sei, dann spräche auch nichts dagegen, diese wie andere Anwendungen auszulagern. Offen ist dabei allerdings noch die Frage, ob hierbei die klassischen Carrier oder die Rechenzentrumsbetreiber das Rennen machen. (hi)