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20.08.1999 - 

Branchenpakete statt Standards

Sybase bietet Templates und Server für vertikale Märkte

SAN MATEO/MÜNCHEN (IDG) - Mit branchenspezifischen Data-Warehouse-Lösungen und Server-Software für die Finanzbranche betritt jetzt auch Sybase den Markt für vertikale Unternehmensanwendungen.

Unter der Bezeichnung "Industry Warehouse Studio 2.0" bietet der Datenbankhersteller zunächst vier Branchenpakete an. Sie richten sich an Banken, Versicherer, Telekommunikationsunternehmen sowie das Gesundheitswesen. Sie bestehen aus den herstellereigenen Produkten "Warehouse Architect", "Warehouse Control Center" und "Business Performance Analysis" und bilden eine Entwicklungsumgebung und Infrastruktur für das Design des Data-Warehouse und das Metadaten-Management. Hinzu kommen Tools für die Daten- und Systemverwaltung sowie die branchenspezifischen datenbankunabhängigen Templates für Queries, Berichte, Graphen und die Analyse von Patterns.

Module für Marketing, Kundenbindung und Verkauf

Grundbausteine der Warehouses sind die Module "Cam- paign Analysis" für die Auswahl von Zielmärkten und die Analyse möglicher Marketing-Maßnahmen, "Costumer Profile Analysis" für die Kundensegmentierung und -bindung sowie "Sales Ana- lysis", das es erlaubt, Verkaufsdaten aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Zur Komplettierung bietet die Firma Cognos vordefinierte Kataloge ihres Reporting-Frontends "Impromptu" sowie ihren Olap-Server "Powerplay" mit speziellen Cube-Modellen und Standard-Reports. Industry-Warehouses für die Kreditkartenbranche, Versorgungsunternehmen, Lebensversicherer und Handel sollen noch im Lauf dieses Jahres erhältlich sein.

Einen weiteren Ansatz in Richtung vertikale Märkte verfolgt das Unternehmen mit dem "Sybase Financial Server" (SFS), der seit kurzem in Version 1.0 erhältlich ist, und der Software "Citadel". SFS ist ein spezialisierter Applikations-Server, über den sich unterschiedlichste Web-Anwendungen von Banken und Sicherheitsunternehmen steuern und integrieren lassen. Für Beth Barling, Analystin für E-Commerce beim britischen Marktforschungsunternehmen Ovum, setzt sich Sybase mit SFS an die Spitze einer Entwicklung weg von unspezifischen Anwendungs-Servern hin zu branchenspezifischen Lösungen.

SFS ist jedoch nicht Plug and play, wie Hans Wieser, Business Development Manager der deutschen Net Applications Division bei Sybase, eingesteht. Vielmehr muß sich der Anwender auf umfangreiche Integrationsarbeiten einstellen. Daher sei das Produkt eher für Lösungsanbieter geeignet, die bereits in der Finanzbranche tätig seien. SFS ist in den Versionen "STP" (Straight Through Processing) für Sicherheitsunternehmen und "RDP" (Retail Delivery Platform) für Banken erhältlich. Unterstützt werden derzeit das Messaging-Protokoll Financial Information Exchange (FIX) für Sicherheitstransaktionen in Echtzeit sowie der angehende Standard für die elektronische Rechnungsübermittlung, Open Financial Exchange (OFX).

Mit dem zweiten neu vorgestellten Produkt Citadel sollen sich in Echtzeitumgebungen intern verwendete Hauptbücher aktualisieren und Ein- und Ausgänge überwachen lassen, ohne daß händische Eingaben notwendig sind. Zudem lassen sich unterschiedliche Daten in einem gemeinsamen Repository verwalten. Citadel wurde vom britischen Anbieter für Finanzsoftware Demica für Sybase entwickelt.