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20.11.1992 - 

Verfügbarkeit voraussichtlich erst Ende kommenden Jahres

Sybase will Marktführer Oracle mit System 10 den Kampf ansagen

MÜNCHEN (qua) - Auf die bevorstehende Marktfreigabe der Oracle-Version 7 reagierte Erzrivale Sybase, indem er ein ganzes Paket neuer Produkte ankündigte, die allerdings erst Ende des kommenden Jahres verfügbar sein werden: "System 10" besteht aus einem neuen Release des "SQL Server" sowie einer Reihe ergänzender Komponenten - unter anderem für massiv-parallele Systeme und geographisch verteilte Netze.

Wichtigste Neuerung des Sybase-eigenen Datenbank-Management-Systems ist die Kompatibilität zum ANSI-Standard. Außerdem hat der Software-Anbieter mit Sitz im kalifornischen Emeryville eigenen Angaben zufolge sowohl die Performance als auch die Sicherheits- und Kontroll-Funktionen des DBMS-Produkts verbessert. Daneben biete das mit der Ziffer 10 bezeichnete Release des SQL Server Unterstützung für besonders umfangreiche Datenbanken.

Gemeinsam mit dem Hardware-Anbieter NCR haben die Kalifornier den "Navigation Server" entwickelt. Darunter ist eine Erweiterung des SQL Server zu verstehen, die speziell für das Daten-Management auf massiv-parallen Systemen wie dem NCR-Modell 3600 ausgelegt ist.

Das Sybase-Management unter Chairman, CEO und Präsident Marc Hoffmann rühmt sich häufig, der Konkurrenz stets um eine Nasenlänge voraus zu sein. Zumindest in einem Punkt hat allerdings das jüngste Oracle-Release den SQL Server überholt: Für das lange Warten auf ein Two-phase-commit wurden die Oracle-Kunden mit einer Lösung belohnt, die sich nach Ansicht von Marktbeobachtern ausgesprochen leicht - mit wenigen deklarativen Statements - kodieren läßt.

Anstatt sich auf den Wettstreit mit Oracle einzulassen, stellt Sybase das Two-phase-commit als solches in Frage: Zwar gewährleistet dieser "elektronische Handschlag", daß sich im Falle eines Systemzusammenbruchs während einer Transaktion der ursprüngliche Zustand der Datenbank relativ leicht wiederherstellen läßt. Doch das funktioniert nur, wenn alle beteiligten Systeme online sind. Mit anderen Worten: Wenn nur ein Netzknoten ausfällt, können die anderen nicht weiterarbeiten.

Der von Sybase entwickelte "Replication Server" soll eine Fortsetzung des Datenverkehrs auf den intakten Knoten ermöglichen. Nach dem Recovery werden die Daten auf dem ausgefallenen Knoten dann auf den aktuellen Stand gebracht.

Neu im Angebot der Sybase Inc. ist eine "Omni SQL Gateway" genannte Connectivity-Software, die dem transparenten Zugriff vom SQL Server auf andere DB-Systeme dient.