Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.11.2008

Symantec-Chef Thompson tritt ab

Der langjährige CEO des IT-Security-Herstellers gilt als Kandidat für ein Regierungsamt unter Barack Obama.

John Thompson (59) hatte Symantec die letzte Dekade hindurch geführt und von einem Anbieter von Desktop-Software - bekannt vor allem durch die "Norton"-Sicherheitsprodukte - zu einem führenden Anbieter von Unternehmenslösungen umgebaut. Zu diesem Zweck kaufte Symantec aggressiv zu - die wichtigste Akquisition war die des Speichersoftware-Anbieters Veritas für 10,5 Milliarden Dollar im Jahr 2005.

"Zehn Jahre sind genug"

An der Börse kam diese Übernahme allerdings weniger gut an: Nach der Bekanntgabe des Deals stürzte die Symantec-Aktie seinerzeit heftig ab und ist seither nie wieder auf ihre damaligen Kurse geklettert.

Symantec hat den anstehenden Führungswechsel eigenen Angaben zufolge schon seit rund zehn Monaten unter dem Decknamen "Project Texas" vorbereitet. "Ich war stets der Überzeugung, dass zehn Jahre auf diesem Posten genug sind", erklärte Thompson gegenüber Finanzanalysten. Der Symantec-Chef will nach der Weitergabe des CEO-Zepters an den bisherigen Chief Operating Officer (COO) Enrique Salem auch weiterhin dem Verwaltungsrat vorsitzen (Chairman of the Board), auf jeden Fall aber "erheblich mehr Zeit in Hawaii" verbringen, wie er in einem Interview nach der Analystenkonferenz betonte.

Allerdings kursieren auch Gerüchte, Thompson werde einen Posten in der Regierung des kommenden US-Präsidenten Barack Obama übernehmen. Thompson hatte seine Wahl öffentlich unterstützt. Aktuell erklärte er allerdings, er habe weder Gespräche mit dem Obama-Lager geführt, noch gebe es Pläne für eine Tätigkeit in Washington.

Und wenn Obama anruft ...

Ganz ausschließen wollte er diese Option aber auch nicht. "Klar ist, dass - falls ich einen Anruf vom künftigen Präsidenten bekäme - es nicht nur dumm, sondern auch unpatriotisch wäre, nicht alles in Erwägung zu ziehen, was er mit mir bereden möchte", so Thompson.

Der 43-jährige Salem galt seit der Übernahme seiner Firma Brightmail durch Symantec im Jahr 2004 als Kronprinz für die Thompson-Nachfolge. Er hatte zunächst Symantecs Consumer-Geschäft und dann den Vertrieb geleitet, bevor er im Januar dieses Jahres zum Chief Operating Officer (COO) ernannt wurde.

Symantec-geprägt

Schon Jahre vor seinem Erfolg mit Brightmail hatte Salem als 25-Jähriger die Norton Utilities für Windows mitentwickelt und so seine Karriere bei Symantec begonnen.

Thompson hält Salem für den perfekten Nachfolger. "Enrique hat viel mehr Energie als ich", lobte der scheidende Symantec-Chef. "Es ist der perfekte Zeitpunkt, um jemand so Energischen und Intelligenten auf den Führungsposten zu befördern."