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18.10.1996 - 

Norton Utilities enthalten Registrierungs-Editor

Symantec erweitert Portfolio der Antiviren- und Norton-Tools

Mit den Norton Utilities 2.0 für Windows 95 hat der Anbieter erstmals die wohl empfindlichste Komponente des Microsoft-Betriebssystems, die Registrierungsdatenbank (Registry), in Angriff genommen. Eine Reihe von Registry-Werkzeugen sollen Anwendern helfen, die Systemdatenbank, in der Windows 95 sämtliche Konfigurations-Informationen des Systems speichert, zu verstehen und zu modifizieren. So lassen sich etwa automatisch sogenannte Momentaufnahmen der Konfigurationsdateien durchführen, die es erlauben, unbeabsichtigte Änderungen im System rückgängig zu machen. Mit den Registry-Tools will Symantec die in der Vergangenheit von zahlreichen Anwendern geäußerte Kritik, der Windows-95-eigene Registrierungs-Editor halte nicht, was der Name verspreche, aus der Welt schaffen.

Neben dem Registrierungs-Editor enthält das Norton-Paket einen "Smart Sensor", der Alarm schlägt, ehe Systemprobleme auftreten, während "Crash Guard" Benutzer vor eventuellen Datenverlusten schützen soll. Neben dem Festplatten-Defragmentierungs-Werkzeug "Speeddisk" wurden die klassischen Komponenten "Disk Doctor" für die Überprüfung logischer und physikalischer Festplattenfehler und "Unerase", ein Modul zur Wiederherstellung versehentlich gelöschter Dateien, überarbeitet.

Trotz der zahlreichen Neuerungen scheint das Interesse an Utilities seit der Markteinführung von Windows 95 gesunken zu sein: "Meine Erfahrungen zeigen, daß derzeit keine Tools existieren, die echten Nutzen bringen", erklärt Bart Everett, Deputy Systems Editor der "Los Angeles Times". Microsoft habe bereits ausreichend viele Helfer in das Betriebssystem integriert.

Größeren Zuspruch dürfte der Anbieter aus Düsseldorf - aufgrund einer fehlenden adäquaten Komponente in Windows 95 - mit der Version 2.0 seines Antivirenpakets für Windows 95 ernten. Das Tool wurde Symantec zufolge für den Einsatz im Internet weiterentwickelt und enthält eine Funktion, die Systeme über Modem oder ISDN-Anschluß mit dem Symantec-Server verbindet und automatisch den neuesten Virenschutz herunterlädt.

Darüber hinaus hat Symantec eine Ausführung für Windows NT 4.0 sowie 3.51 auf den Markt gebracht, die Erreger auf Festplatten, CD-ROMs, in Netzen sowie Viren aufspürt, die über das Internet oder Intranets übertragen werden. Das Programm läuft im Windows-NT-Kern. Last, but not least präsentiert der Hersteller mit "Antivirus für Macintosh 4.5" ein neues Release für Apple-Systeme. Eine neu integrierte "Safe Zone" schafft einen virtuellen Raum, in dem heruntergeladene oder kopierte Dateien isoliert überprüft werden, um eventuelle Viren frühzeitig zu erkennen. Das Tool schützt vor Makroviren und überprüft Word- oder Excel-Dateien, während das File-Sharing aktiviert ist.

Die Norton Utilities sind zu einem Preis von rund 220 Markt verfügbar. Antivirus 2.0 für Windows 95 ist für knapp 179 Mark erhältlich. Für die Macintosh-Version des Virencheckers müssen Interessenten zirka 230 Mark berappen.