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27.04.2001 - 

Framework soll Management von Produkten vereinfachen

Symantec will Unternehmen stärker ansprechen

MÜNCHEN (CW) - Der Hersteller Symantec will mehr Gewicht auf die Geschäftskunden legen. Außerdem sollen die eigenen Sicherheitslösungen sowie die aus der Akquisition von Axent gewonnenen Produkte in einer zentralen Architektur zusammengeführt werden.

Das Image von Symantec ist geprägt durch seine Antiviren-Tools und die Produkte der "Norton"-Reihe, die vor allem bei Endkunden sehr bekannt sind. Die starke Präsenz speziell in diesem Segment hat dem Unternehmen das Vorurteil eingebracht, im Bereich der Großkunden nicht so gut aufgestellt zu sein. Cress Carter, Vice President Marketing Enterprise Solutions Division bei Symantec, wehrt sich gegen diese Einschätzung. Seinen Angaben zufolge macht das Unternehmen heute die Hälfte seines Umsatzes im Geschäft mit Großkunden, zu denen unter anderem die 2000 größten Firmen der Welt zählten. Diesen biete man nicht nur Sicherheitslösungen, sondern begleitend dazu auch Services und die nötigen Supportleistungen.

Durch die Akquisition von Axent Technologies konnte Symantec sein Produktportfolio für Firmenkunden unter anderem um den interessanten Bereich der Intrusion Detection ergänzen: Axents "Netprowler" genießt in Fachkreisen einiges Ansehen. Der Merger stellte das Unternehmen jedoch vor ein anderes Problem: Die wachsende Anzahl der Lösungen schafft hohe Anforderungen, was die Konfiguration und Verwaltung der Produkte betrifft. Besonders Großunternehmen wissen, welchen Aufwand das Management solcher Tools bedeuten kann.

Einzeldisziplinen verbindenCarter bestätigt: "Wir wurden von Kunden immer wieder nach einer Möglichkeit gefragt, wie die aus den verschiedenen Einzellösungen gewonnenen Informationen zusammengeführt werden können." Das kann heißen, Alarmmeldungen auf einer zentralen Management-Konsole anzeigen, betrifft aber beispielsweise auch das Erstellen umfassender Reports. Symantec will diesem Problem nun begegnen, indem es die Einzeldisziplinen Firewall, Content-Filtering, Virenschutz, Intrusion Detection, Intrusion Response und das Management der Infrastruktur-Verwundbarkeit in einer "Enterprise Security Architecture" verbindet.

Log-Files, Reports und Alarmmeldungen der verschiedenen Produkte des Herstellers, aber auch von Drittanbietern sollen innerhalb dieses Systems gemeinsam verwaltet werden. Standardprotokolle sollen dabei die Interoperabilität der einzelnen Lösungen mit der Gesamtarchitektur sowie mit übergreifenden Netz- oder System-Management-Tools sicherstellen. Nach Angaben von Carter ist das Erscheinen des Frameworks noch für dieses Jahr geplant. Symantec plant eigenen Angaben zufolge, dazu Technologie von IBM in Lizenz zu nehmen. Eine einheitliche grafische Oberfläche zur Vereinfachung der Bedienung der verschiedenen Produkte soll spätestens in zwölf Monaten verfügbar sein.

Appliances im VisierZusätzlich zu diesen Softwareneuerungen möchte Symantec das Augenmerk künftig stärker als bisher auf leicht konfigurierbare Komponenten für spezielle Aufgabenbereiche, so genannte Appliances, richten. Nach Angaben von Carter können Kunden bereits jetzt eine Firewall-Appliance von Symantec beziehen. Im Juli soll eine Intrusion-Detection-Appliance hinzukommen. Der Manager erklärt: "Wir sind bereits für unsere gelben Softwareschachteln bekannt, jetzt wollen wir gelbe Boxen für den Einbau in Racks bringen." Nächstes Jahr sollen weitere Appliances hinzukommen.

Keine VerschlüsselungDie verstärkte Ausrichtung auf Geschäftskunden will Symantec durch ein neues Logo und eine spezielle Werbekampagne (Men in Yellow) unterstreichen. Der Name Symantec soll künftig als Dachmarke speziell für die Unternehmensprodukte dienen. Den Consumer-Markt will der Hersteller mit Tools unter dem Begriff "Norton" ansprechen.

Dem Anspruch, umfassende Sicherheitsprodukte für Geschäftskunden aus einer Hand zu bieten, kann Symantec aber immer noch nicht gerecht werden. Firmen, die eine Verschlüsselungslösung einführen möchten, müssen nach wie vor auf andere Anbieter ausweichen. Carter gesteht ein: "Verschlüsselung steht nicht auf unserer strategischen Marschroute." Zwar seien Verschlüsselungstechniken bereits Bestandteil einzelner Produkte, doch sei die dahinter stehende Technik nicht selbstentwickelt, sondern dazugekauft.