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14.12.2004

Symantec zeigt Interesse an Veritas

Der Kaufpreis soll über 13 Milliarden Dollar betragen.

Die Gespräche zwischen Symantec und dem auf Speichersoftware spezialisierten Anbieter Veritas sind angeblich so weit fortgeschritten, dass der Deal noch in dieser Woche bekannt gegeben werden könnte, berichtet die "New York Times". Als Kaufpreis kolportiert das Blatt eine Summe von mehr als 13 Milliarden Dollar - bei erfolgreichem Abschluss wäre die Transaktion eine der größten Softwareübernahmen der Geschichte.

Allerdings gebe es noch offene Fragen, die zu einem Abbruch der Verhandlungen führen könnten. Beide Hersteller wollten die Angelegenheit vorest nicht kommentieren.

Symantec ist wie seine Wettbewerber McAfee und Trend Micro daran interessiert, komplette Sicherheitslösungen zu vermarkten, die Computer vor Viren und Würmern sowie Spam und Spyware schützen. Außerdem ist das Softwarehaus für seine Utilities, insbesondere die Norton-Produkte, bekannt.

Um mehr Geschäfte mit Unternehmenskunden zu machen, kaufte Symantec seit Mitte 2003 für insgesamt eine halbe Milliarde Dollar die Anbieter Brightmail, On Technology und Safeweb. Im September folgte noch die auf Security spezialisierte Beratungsfirma @stake.

Im Ende September abgeschlossenen zweiten Fiskalquartal setzte Symantec 618 Millionen Dollar um, 44 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Aktie der Firma stieg im Lauf dieses Jahres bereits um über 90 Prozent.

Veritas, 1989 gegründet, ist überlegener Marktführer im Bereich Software für Datensicherung, -speicherung und -archivierung. Aktuellen IDC-Zahlen zufolge kommt die Firma im Bereich Backup- und Archivierungssoftware weltweit auf einen Marktanteil von 40 Prozent, verglichen mit 19 Prozent für Computer Associates und zwölf Prozent für EMC. Im Segment Dateisysteme liegt Veritas mit 60 Prozent Marktanteil sogar noch überlegener in Front.

Durch eine Reihe von Zukäufen in den vergangenen Jahren wandelte sich Veritas vom reinen Speichersoftware-Hersteller zu einem Anbieter von End-to-End-Services. Im letzten Jahr setzte die Firma 1,75 Milliarden Dollar um, ihre Marktkapitalisierung beträgt 10,6 Milliarden Dollar. Das Unternehmen ist in rund 40 Ländern vertreten und beschäftigt etwa 6700 Mitarbeiter.

Oracle-Chef Larry Ellison hatte Veritas als Beispiel für ein Unternehmen angeführt, das die bevorstehende Konsolidierung der Herstellerlandschaft nicht eigenständig überleben werde. Veritas, an dessen Spitze als Chairman, CEO und President Ellisons einstiger Kronprinz Gary Bloom steht, konterte mit dem Argument, die Kunden wollten auch in Zukunft die Wahl zwischen mehreren Herstellern haben. Allerdings hatte kürzlich auch die "Business Week" Veritas zum Übernahmekandidaten erklärt und HP als möglichen Interessenten ausgemacht. (tc)