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01.11.1996 - 

Sammlung von Client-Software

Symantecs Fastfind soll die Internet-Nutzung vereinfachen

Die Tools-Sammlung besteht aus sechs Komponenten, die sich von einer Schaltzentrale aus starten lassen. Sie umfaßt "Webfind", ein Front-end für Suchmaschinen, Clients für Archie und das File Transfer Protocol (FTP) namens "Netfilefind" beziehungsweise "Easyftp", den Dekomprimierer für ZIP-Archive "Easyzip", die Symbolleiste für Web-Adressen "Weblaunch" sowie "Notify", das auf Änderungen bei ausgewählten Web-Seiten aufmerksam macht. Hinzu kommen zwei Utilities für Software-Updates aus dem Internet: "Liveupdate" ist für das Herunterladen kostenloser Fastfind-Software von Symantecs Web-Server zuständig, "Patchconnect" kümmert sich auf Basis der jeweiligen Rechnerkonfiguration um neue Treiber und Patches.

Das wohl wichtigste Programm-Modul ist Webfind, das der Idee sogenannter Metasucher folgt und vom Windows-Desktop aus Abfragen gleichzeitig an mehrere Internet-Suchmaschinen weiterreicht. Das Programm hat die sieben führenden Search-Engines Altavista, Lycos, Yahoo, Excite, Infoseek, Magellan und Webcrawler voreingestellt. Allerdings lassen sich diese nicht durch andere Suchdienste ersetzen, die einzige Konfigurationsmöglichkeit besteht darin, daß jede einzelne entweder ein- oder abgeschaltet werden kann. Dies macht sich besonders für die deutschsprachige Ausführung des Produkts nachteilig bemerkbar, da sie keine der hierzulande existierenden Maschinen berücksichtigt.

Die Bedienung von Webfind ist ebenso einfach wie dessen Konfiguration, führt aber dadurch zu Einschränkungen der Suchmöglichkeiten. So erlaubt es keine explizite Verknüpfung von Wörtern mittels Boolscher Operatoren zu komplexen Suchbegriffen. Nur über die Optionen "muß alle Wörter enthalten" oder "muß mindestens eines der Wörter enthalten" lassen sich implizit einfache Und- beziehungsweise Oder-Verküpfungen erreichen. Die Möglichkeiten zu einer WWW-Abfrage sind somit auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der Suchmaschinen reduziert. Möchte man die weitergehenden Funktionen einer speziellen Search-Engine nutzen, muß man doch direkt auf diese zugreifen. Damit fällt Webfind hinter die Möglichkeiten gleichartiger, zum Teil kostenloser Utilities zurück. Symantec sollte sich für die nächste Version Produkte wie "More like this" zum Vorbild nehmen.

Netfilefind erleichtert als einfach zu bedienendes Front-end für den Internet-Service Archie die Suche nach Dateien, die von FTP-Servern heruntergeladen werden können. Praktisch dabei ist, daß das Tool bereits eine Liste von Archie-Servern enthält. Deren Adresse müßten Anwender sonst mühevoll recherchieren.

Easyftp gestaltet den Dateitransfer besonders einfach, da es sich direkt in den Windows-Explorer integriert. Ein FTP-Transfer erscheint für den Anwender nicht anders als das Kopieren lokaler Dateien.

Notify überwacht Änderungen an Web-Sites, die der Anwender vorher festlegen kann. Es soll wie zahlreiche andere Tools dieser Kategorie dafür sorgen, daß Internet-Surfer nicht selbst auf jedem FTP-Server oder jeder Web-Site ihres Interesses nachschauen müssen, ob es dort Neuigkeiten gibt. Notify verständigt den Anwender in diesem Fall automatisch. Bei Bedarf läßt es sich so einstellen, daß es die geänderten Seiten oder Dateien gleich auf den lokalen Rechner herunterzieht.

Fazit: Die Anzahl konkurrierender Programme mit ähnlicher oder besserer Funktionalität ist groß. Diese können zum Teil als Freeware über das Internet bezogen werden. Die Stärke von Symantecs Fastfind besteht vor allem darin, daß es die wichtigsten Utilities in einer Box ausliefert. Es erspart so dem Anwender das Zusammensuchen verschiedener Tools im Internet und vereinfacht deren Benutzung durch eine einheitliche Installationsroutine sowie eine Schaltzentrale. Deswegen richtet es sich hauptsächlich an weniger versierte Internet-Nutzer. Symantec empfiehlt für die Tools-Sammlung einen Verkaufspreis von 139 Mark.

*Christof Wolterdorf ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität München.