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25.02.2000 - 

Mobile Endgeräte sollen drahtlos auf Daten zugreifen

Symbian gewinnt IBM als Entwicklungspartner

MÜNCHEN (CW) - Symbian forciert die Entwicklung neuer Applikationen für den drahtlosen Datenzugriff. Das Joint Venture aus Psion, Motorola, Nokia, Ericsson und Matsushita konnte IBM auf seine Seite ziehen und hat erste Einblicke in die neuen Technologien erlaubt.

Am Rande einer Entwicklerkonferenz in Santa Clara haben Symbian und IBM bekannt gegeben, in Zukunft gemeinsam drahtlose Anwendungen für Symbian-Geräte zu entwickeln. Basis wird das von Psion entwickelte Betriebssystem "Epoc" sein. Ziel der Allianz ist es, mobile Endgeräte wie Handhelds oder Mobiltelefone so auszurüsten, dass Anwender damit mobil auf Firmennetze oder das Internet zugreifen können.

Die Entscheidung der Armonker für das Symbian-System gründe darauf, dass etwa 85 Prozent aller drahtlosen Endgeräte wie Handys oder PDAs (Personal Digital Assistants) unter Epoc liefen, erklärt Jon Prial, Marketing-Direktor für IBMs Pervasive Computing Group. Die ersten Produkte würden bald auf dem Markt erscheinen. Einen genauen Termin wollte oder konnte der IBM-Manager nicht nennen.

Das Bündnis mit Symbian ist Teil von Big Blues Pervasive-Computing-Strategie, so Prial. Als Zielgruppe visiert das Bündnis Unternehmensanwender an. Vor allem in den Bereichen Sales Force Automation (SFA) und Customer Relationship Tools (CRT) seien viele Beschäftigte darauf angewiesen, mobil auf Daten zuzugreifen, erklären die Strategen beider Unternehmen. Das Hauptproblem dieses Marktes sei zur Zeit das fehlende Vertrauen der Anwender, argumentiert Mark Bergmann, General Manager der Pervasive Computing Division bei der IBM. So bestünden beispielsweise noch viele Bedenken, unternehmenskritische Transaktionen über eine Verbindung abzuwickeln, die jederzeit zusammenbrechen könne. Die neuen Applikationen würden jedoch so aufgebaut sein, dass keine Daten verloren gingen, versichert Bergmann. Mit einer Unterbrechung der Verbindung müssten die Kunden jedoch nach wie vor rechnen.

Nach Einschätzung von Experten wird sich der Markt mit den drahtlosen Informationsgeräten in den nächsten Jahren zu einem sehr lukrativen Geschäft entwickeln. Manche Analysten glauben sogar, dass dieser Gerätetypus in absehbarer Zukunft den PC ablösen könnte, wenn es darum geht, Informationen aus dem Netz abzurufen. Nach einer Studie der International Data Corp. (IDC) wird die Zahl der Anwender, die entsprechende Geräte nutzen, bis 2003 in den USA um 728 Prozent steigen. Waren es 1999 etwa 7,4 Millionen Menschen, die in den Vereinigten Staaten Mobiltelefone oder Handhelds besaßen, wird es in zwei Jahren bereits 61,5 Millionen Anwender geben. Weltweit würden im gleichen Jahr eine Milliarde Menschen mobil telefonieren, orakelt Paul Cockerton, Leiter der Pressearbeit bei Symbian.

Durch das Bündnis mit der IBM gewinnt das in London residierende Joint Venture wieder an Profil. Zuletzt war Symbians Rolle im Kampf um das Geschäft mit den mobilen Endgeräten immer undeutlicher geworden. Neben Symbian mit Epoc versuchen auch Microsoft mit Windows CE und Palm mit Palm-OS ein möglichst großes Stück von dem vielversprechenden Kuchen zu ergattern. Zuletzt hatte das Symbian-Mitglied Ericsson angekündigt, zusammen mit Microsoft Geräte für den mobilen Internet-Zugang zu entwickeln. Und mit Nokia schlug ein anderer Symbian-Partner ebenfalls eine Brücke zur Konkurrenz. Der finnische Hersteller von Mobiltelefonen nahm das Palm-OS in Lizenz, dessen Oberfläche auf einer Epoc-Basis laufen soll.

Doch auch mit der IBM kann Symbian nicht auf eine Exklusiv-Partnerschaft pochen. Die Armonker haben schon vor Beginn der Zusammenarbeit betont, dass sich der Computerveteran nicht auf das Symbian-System beschränken wolle. Marketing-Mann Prial sagte, IBM werde auch für andere Betriebssysteme wie Palm-OS und Windows CE Applikationen entwickeln.