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12.03.1993 - 

GmbH-Gruendung des AS/400-Partners von IBM

Synon muss sich international erstmals der Konkurrenz stellen

Als International Alliant der IBM genoss Synon bisher eine Sonderstellung. Der Mainframe-Riese empfahl das CASE-Produkt des Software-Unternehmens im Rahmen des AD/Cycle-Software- Entwicklungskonzepts als strategisches Produkt fuer alle AS/400- Anwender. Diese Situation hat sich - zumindest im internationalen Geschaeft - grundlegend geaendert, seit die ABS-Division der IBM das AS/400 Application Development Program aufgelegt hat.

Im Rahmen dieses Programms empfiehlt die IBM nun neben dem Synon- Werkzeug die Produkte von zwoelf anderen Anbietern. Die Konkurrenten von Synon, die bisher das Zertifizierungsverfahren der IBM durchlaufen haben, sind die IBM selbst, Lansa, Hardis, SSA, Information Builders, Cognos, Progress, Speedware, Gupta, Intelligent Office, JD Edwards und Databorough.

Anders als seinen auslaendischen Kollegen bleibt Dietmar Gerstner, Geschaeftsfuehrer der Synon GmbH, der direkte Wettbewerb vorerst erspart. Der Grund: Die IBM Deutschland konnte sich bisher noch nicht zu einer Beteiligung an dem weltweiten AS/400-Programm durchringen.

Solange die Situation so bleibt, kann Gerstner darauf bauen, dass seine Marketing-Strategie aufgeht. Nach eigenen Aussagen hofft er darauf, dass ihm die IBM als Vetriebspartner den Loewenanteil an Neukunden fuer das Synon-Produkt bringen wird. Aus diesem Grund gelten auch die Einschraenkungen, die die anderen Synon-Partner bei ihren Verkaufsaktivitaeten hinnehmen muessen, nicht fuer die IBM.

Neben dem Neugeschaeft, so gab Gerstner bei einer Kundenveranstaltung in Darmstadt bekannt, uebernimmt Synon bis spaetestens Juni dieses Jahres die Wartungsvertraege der bisherigen Vertragshaendler. Die bisherigen Synon-Anwender, versichert der Geschaeftsfuehrer, koennen sich sich bei tiefergehenden Problemen dennoch weiterhin an ihre bisherigen Lieferanten wie Servocomp oder Interprogram wenden.

Darueber hinaus erfuhren die Synon-Kunden in Darmstadt, dass sich ihr Hersteller - wie die meisten AS/400-Software-Anbieter - in Richtung Unix orientiert. Die Auslieferung entsprechender Synon- Produkte auf AIX-Basis soll ab Anfang 1994 beginnen.

Herstellerangaben zufolge gibt es schon jetzt die Moeglichkeit, die Funktion der AS/400 auf die eines Daten-Servers zu begrenzen. Mit "Synon/2E" liessen sich Anwendungen erstellen, die native unter dem PC-Betriebssystem OS/2 ablauffaehig sind. Angekuendigt wurde auch das Front-end-Tool "Silverrun" fuer die grafische Datenmodellierung, das sowohl unter dem OS/2-Presentation-Manager laeuft als auch unter MS-Windows und unter dem Macintosh-Betriebssystem laeuft.