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25.06.1993

Synoptics stellt 3000-Serie nicht ein Dezentrale Agents sollen das zentrale Management entlasten

MUENCHEN (pg) - Eine Reihe von Ankuendigungen in Sachen Netzwerk- Management hat die Synoptics Communications Deutschland GmbH gemacht. Grundlage der neuen Loesungen ist das Konzept der SNMP- basierten Superagents, einer Technologie zur dezentralen Sammlung von Daten, sowie die Kooperation mit anderen Herstellern zur Entwicklung von sogenannten Global-Enterprise-Management- Applikationen (GEM).

Die Superagents sind Software-Anwendungen, die auf den Network Control Engines von Synoptics oder auf anderen Unix-Systemen residieren. Da sie auf dem Simple Network Management Protocol (SNMP) basieren, koennen die Superagents laut Synoptics auch in Loesungen anderer Hersteller integriert werden. Zweck dieser Agents ist, das zentrale Netzwerk-Management-System zu entlasten, indem die Informationen zu den einzelnen Geraeten im Netz dezentral gesammelt werden. Das zentrale Management-System "Optivity" von Synoptics erhaelt dann auf Abruf nur die konsolidierten Daten, wodurch der fuer die Netzverwaltung erforderliche Datenverkehr laut Hersteller deutlich reduziert wird.

Um diesen Effekt zu erzielen, werden die Superagents auf die einzelnen Netzdomaenen verteilt, wo sie ihre spezifischen Funktionen wie etwa die Fehlerkorrelation, die Sammlung von Inventory-Informationen oder das Mapping der Topologie uebernehmen. Erstmals wird dieses Verfahren in dem in Kuerze verfuegbaren Release 3.0.1 des Netz-Management-Systems Optivity eingesetzt sein. Ueber die Verwendung in den eigenen Anwendungen hinaus macht Synoptics die Superagents auch fuer Third-party-Hersteller verfuegbar, die ihrerseits Applikationen fuer heterogene Netze entwickeln.

Auf den Superagents bauen auch die ersten beiden GEM- Applikationen "Asset Manager" und "Vision Desktop" auf, die Synoptics in Kooperation mit der Firma Netlabs konzipiert hat und auch vermarkten wird. Der Asset Manager dient der automatischen Sammlung von Informationen ueber alle Objekte innerhalb einer vernetzten Umgebung, ohne dass der Netzmadministrator diese physikalisch finden und konfigurieren oder das Netzwerk Domaene fuer Domaene pollen muss. Darueber hinaus stellt die Software fest, welche Betriebssysteme und Anwendungen auf welchen Stationen laufen.

Ebenso wie der Asset Manager wird die zweite Anwendung, Vision Desktop, Informationen der Topology- und Inventory Audit Superagents von Synoptics sammeln sowie protokollieren und diese Daten zur Generierung eines Realtime-Status der Desktop-Systeme im Netzwerk verwenden. Auch mit dieser Applikation ist die Abfrage des OS-Systems und der Anwendungen, die auf einer Workstation gefahren werden, moeglich. Zusaetzlich gibt Vision Desktop Aufschluss ueber die Auslastung eines Systems und verfuegbaren freien Speicherplatz.

Das Produkt wird laut Synoptics im dritten Quartal 1993 fuer den Sunnet Manager und im vierten Quartal fuer IBMs Netview/6000 sowie HPs Openview fuer Unix auf den Markt kommen. Der Asset Manager soll jeweils ein Quartal spaeter folgen. Beide Applikationen gehoeren zu den GEM-Anwendnungen, fuer die Synoptics gemaess einer Vereinbarung mit den Herstellern IBM, Hewlett-Packard, Novell, Intel, Sunconnect sowie Netlabs die in Synoptics-Hubs integrierten intelligenten Features offenlegt, damit Management-Informationen auch von den genannten Anbietern genutzt werden koennen.

Ebenfalls aus einer Kooperation, naemlich mit dem kanadischen Hersteller Eicon Technology, ist das "SNMP Transport Gateway" hervorgegangen, das im vierten Quartal 1993 erhaeltlich sein soll und laut Christian Sauer, Country Sales Manager der Synoptics Deutschland GmbH, rund 6000 Mark kosten wird. Es erlaubt SNA- Systemverwaltern das Management von remoten SNMP-Netzen und den Transport von SNMP-Daten ueber SNA-WANs.

Das Produkt ist eine integrierte Hard- und Softwareloesung fuer auf OS/2 basierende Desktop-Systeme und ermoeglicht einem OS/2-Rechner, als Gateway zu agieren. SNMP-Management-Daten der einzelnen intelligenten Netzwerkmodule werden an das Gateway gesandt, das diese ueber APPC und den SNA-Backbone uebertraegt. Ein weiteres Gateway am anderen Ende der Uebertragungsstrecke filtert die SNMP- Informationen aus dem APPC-Paket heraus und leitet sie an eine Management-Station weiter.

Parallel dazu arbeitet Synoptics gemeinsam mit Eicon Technology an der Unterstuetzung von Downstream Physical Units, an der Konvertierung von SDLC zu LLC2, an der PU-Konzentration sowie an X.25-QLLC-Faehigkeiten. Auch Data Link Switching soll als Teil von Synoptics-Loesungen verfuegbar werden, sobald der Standardisierungsprozess abgeschlossen ist.

Teil der oben genannten Kooperation mit Novell ist auch das neue Produkt "Optivity for Netware", das laut Synoptics als Anwendung in das Netware Management System (NM

) integriert werden kann. Ausserdem unterstuetzt das kalifornische Unternehmen jetzt das Protokoll IPX auch in seinen Hubs der Reihe "Lattisnet System 300" fuer Ethernet und Token Ring. In diesem Zusammenhang begegnete Sauer Geruechten, diese Serie wuerde nicht mehr gefertigt und vertrieben, wenn im Herbst die 5000-Linie auf den Markt kommt.

Sauer: Synoptics entwickelt 3000-Serie weiter.