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16.11.1990 - 

Technologie-Transfer soll Glasfaser-Norm populärer machen

Synoptics will FDDI ohne Neuverkabelung realisieren

MONTAIN VIEW (CW) - Die amerikanische Synoptics Communications Inc. strebt die Realisierung von FDDI in vorhandenen Netzen ohne Neuverkabelung an. Ein Technologieabkommen mit anderen Herstellern soll, so das Unternehmen, die FDDI-Interoperabilität von Arbeitsplatz-Systemen schneller und kostengünstiger gestalten.

Als Kernstücke ihrer FDDI-Lösung sieht Synoptics die Konzentratoren der eigenen Lattisnet-Serie 3000, die jetzt Ethernet, Token Ring und FDDI unterstützen. Durch die Multibus-Architektur des Systems 3000 könnten alle drei Netztopologien gleichermaßen bedient werden.

Die Amerikaner verweisen dabei auf die Entwicklung mehrerer Prototypen von Verbindungsbausteinen und dazugehöriger Netz-Management-Module sowohl für FDDI als auch für geschirmte Vierdrahtleitungen. Entsprechend einer Synoptics-Ankündigung vom Juni 1990 sind diese Entwicklungen Repräsentanten einer neuen Technologie, mit deren Hilfe FDDI-Protokolle durch geschirmte Vierdrahtleitungen vom Typ IBM I über Entfernungen bis zu 100 Meter übertragen werden können. Der Einsatz von FDDI über diese im Netz bereits vorhandenen Leitungsstrukturen wird, so das Unternehmen, auf Dauer zu mehr Marktakzeptanz führen, da der

Anwender ohne Neuverkabelung kostengünstiger mit FDDI operieren kann.

In diesem Kontext sieht Synoptics auch die Synergie-Effekte eines Technologieabkommens mit CMC, Interphase, Network Peripherals und Silicon Graphics. Zu den Essentials der Vereinbarung gehört die Bereitschaft aller beteiligten Unternehmen, gemeinsam die Betriebsbereitschaft von FDDI über andere Kabeltypen zu testen und bereits bekannte FDDI-Transceiver-Bausteine für abgeschirmte Vierdrahtleitungen zu verwenden. Die gemeinsamen Bemühungen werden, so Synoptics, die Gesamtkosten beim Betrieb eines 100 Mbit/s-FDDI-Netzes im Arbeitsplatz-Bereich reduzieren.

Als erstes Unternehmen will Synoptics ferner einen Router für mehrere Protokolle als Steckkarte für Konzentratoren anbieten. Die lokalen Ethernet-Module für den Router, Lattisnet-Modell 3383 und 3384, sind das Ergebnis eines Technologieabkommens mit Cisco Systems. Die neuen Module lassen sich in die Synoptics-System-3000-Konzentratoren integrieren und werden vom Lattisnet-Netz-Management-System verwaltet.

Der Anwender benötigt bei der Integration dieses Routers in Konzentratoren nach Angaben der Amerikaner nur ein einziges Netz-Management-System zur Steuerung von Konzentratoren, Modulen, Brücken und Router.

Das System kann über ein einziges User-lnterface bedient werden. Das Ethernet-Modul 3383 bietet zwei Ethernet-Verbindungen, Modell 3384 besitzt einen Glasfaser-Verbindungsport anstelle des AUI-Anschlusses. Beide Module verarbeiten laut Synoptics gleichzeitig verschiedene Protokolle wie IP, Decnet, XNS, IPX oder Appletalk und sind zu Routern von Cisco im Netz kompatibel.

Synoptics stellt die kommerzielle Verfügbarkeit seiner FDDI-Komponenten für das zweite Quartal 1991 in Aussicht, das Technologieabkommen mit CMC, Interphase, Network Peripherals und Silicon Graphics soll in den nächsten sechs bis zwölf Monaten erste Früchte in Form von Produkten tragen. Die beiden Ethernet-Module 3383 und 3384 sind, so das Unternehmen, ab Dezember im autorisierten Fachhandel erhältlich.