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16.10.1981

SYS '81: Wirtschaftlichkeit im Ghetto unterbelichtet?

Der "State-of-the-Art"-Anspruch der SYSTEMS 81, die in Innovations-Hochstimmung schwelge, stehe im Widerspruch zu der Forderung der Benutzer nach wirtschaftlicher DV, meinen Branchen-Experten. Den Anwender, der immer öfter den Rotstift ansetzen müsse, interessiere am meisten, wie er eventuell vorhandene Reserven im DV-Budget besser ausnutzen könne. Statt dessen begegne, dem SYSTEMS-Besucher überall das Motto "In Systemen denken". 1971 war der Leitgedanke der Münchener DV-Kongreßmesse die Wirtschaftlichkeit der DV. Ist dieses Motto nicht gerade jetzt wieder aktuell? Hätte man nicht wenigstens im Begleitprogramm dem Thema "Wirtschaftlichkeit" mehr Raum geben müssen? Mitglieder des Fach- und Ausstellerbeirates nehmen zu den CW-Fragen Stellung:

Peter Dietz

Geschäftsführer, Dietz Computer-Systeme, Mülheim a. d. Ruhr

Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit ist sehr berechtigt, denn sie legt einen allerdings nur scheinbaren Widerspruch offen, der Veranstaltungen wie der SYSTEMS innewohnt.

Einerseits wird die SYSTEMS auch diesmal einen Überblick über die heute verfügbare Technologie und künftige Konzepte geben, - nicht zuletzt aufgrund der starken internationalen Beteiligung an Kongreß und Ausstellung, Manch einer wird zwar nicht das Empfinden haben daß uns gerade dort der Schuh drückt; aber das rechtzeitige Sich-Einstellen auf künftige Entwicklungen trägt zur Produktivität von morgen bei. Und wo sonst in Europe gäbe es hierfür eine Plattform außer der SYSTEMS?

Zum anderen muß natürlich die Wirtschaftlichkeit der Datenverarbeitung im Vordergrund stehen. Insbesondere ist aber gerade in wurden wie heute die Aussage wichtig, daß in weiten Bereichen von Wirtschaft und Verwaltung das dringend benötigte Mehr an Produktivität nur mit. Hilfe der Informationstechnologie zu erreichen ist. Viele Anbieter weisen in zunehmendem Maße auf diesen Punkt und auf die wichtige Rolle hin, die sie dabei als Partner des Anwenders spielen. Ich glaube, daß dies auf der SYSTEMS 81 sehr deutlich werden wird. Was den bescheidenen Beitrag unseres Hauses zu diesem Thema angeht, so sind wir in unseren Aussagen von Bits und Bytes ab- und auf den eigentlichen Punkt gekommen, wie Computer-gestützte Problemlösungen sein sollen: konstruktiv, produktiv, effektiv.

Die SYSTEMS also nicht mit einem inneren Widerspruch, sondern im natürlichen Spannungsfeld zwischen technologischer Möglichkeit und wirtschaftlicher Notwendigkeit. Ob die Überschrift "In Systemen denken" dies hinreichend deutlich macht, bliebe zu diskutieren.

Gerd vom Hövel

Geschäftsführer der Münchener Messe- und Ausstellungsgesellschaft, München

Das Ziel der SYSTEMS war es stets und ist es jetzt mehr denn je, die Wirtschaftlichkeit der Datenverarbeitung zu erhöhen.

Der Weg zu diesem Ziel ist ganz klar vorgezeichnet: In Systemen denken, weg vom Separieren einzelner Problemkreise.

Das Bemühen um den Anwender und die sorgfältige Analyse seiner Wünsche an die Datenverarbeitung ist seit jeher das Hauptanliegen der SYSTEMS. Das heißt: mehr Wirtschaftlichkeit für den Benutzer durch Hinwendung vom herstellerorientierten zum anwenderorientierten Denken.

Die Innovationen, die auf der SYSTEMS gezeigt werden, haben das Ziel, die Datenverarbeitung noch rationeller, zeit- und kostensparender einzusetzen. Die Plattform SYSTEMS bietet die Möglichkeit, in einzelnen Anwendungsbereichen bewährte Technologien auch in anderen Bereichen einzusetzen und die Wirtschaftlichkeit durch Modifikation bereits vorhandener Systeme beim Anwender zu erhöhen.

Von Anfang an war das Erfolgsrezept der SYSTEMS, den Informationsaustausch zwischen Anwender und Hersteller zu pflegen und dadurch nicht nur Problemlösungen zu optimieren, sondern dank der aus diesem Informationsaustausch gewonnenen Erkenntnisse zur Vermeidung von Fehlinvestitionen - bei Hersteller und Anwender - beizutragen.

So werden während der SYSTEMS Æ81 Dezentralisierung und Telekommunikation Wege zu weiterer Kostenersparnis in Betrieb und Büro weisen. Eins ist wohl sicher: Für alle, Hersteller und Anwender, ist zur SYSTEMS Æ81 Wirtschaftlichkeit Trumpf. Und die lebt letztendlich reicht nur von der Kostensenkung allein, sondern auch von der Leistungssteigerung durch einen technisch noch sinnvolleren Einsatz der Datenverarbeitung. Der beste Wegweiser hierzu ist die SYSTEMS Æ81

Peter Lange-Hellwig

Geschäftsführer, Verband Deutscher Rechenzentren e. V., Hannover

Die Wirtschaftlichkeit der DV auf der SYSTEMS Æ81 in den Vordergrund zu stellen, ist in der Tat notwendig. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen daß die vorbereitenden Gremien, wie Fach- und Ausstellerbeiräte, Messe- und Objektleitung keine Hellseher sind, und insofern den Abbruch des Hardware-Fetischismus als Folge einer rezessiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch nicht bei der mehr als einjährigen Vorbereitung berücksichtigen konnten.

Zur Sache ist zu sagen, daß mit der reinen DV-Hardware nichts mehr verdient wird. Die Zeit der Innovation ist vorbei. Dem DV-Anwender, und dies gilt für die Kunden der Service-Rechenzentren, ist es völlig gleichgültig, mit welchem Gerät und mit welcher noch so eleganten Prozedur das Resultat produziert wird. Es muß zutreffen und das auch noch kostengünstig.

Selbst auf die Gefahr hin, pro domo zu sprechen, möchte ich darauf hinweisen, daß der VDRZ-Kostenvergleich, der eine Studie in Merkblattform wiedergibt, mehr als 2500mal von mittelständischen Unternehmen beim Verbund abgefordert worden ist - obwohl Urlaubszeit war. In keiner Zeit der jüngeren Vergangenheit war die Nachfrage nach der wirtschaftlichen DV-Lösung so groß wie heute. Dies spiegelt sich wieder im Bedarf nach der günstigen DV-Dienstleistung, der Datenverarbeitung außer Haus.

Die Ernüchterung im DV-Bereich setzt immer dann ein, wenn der Rotstift das Sagen hat und dies ist eine durchaus gesunde Entwicklung!

Friedrich A. Meyer

Geschäftsführender Gesellschafter der ADV/Orga F. A. Meyer GmbH, Wilhelmshaven

Wir sehen in dem "State-of-the-art"-Anspruch der SYSTEMS Æ81 überhaupt keinen Widerspruch zu der Forderung der Benutzer nach einer wirtschaftlichen Datenverarbeitung. im Gegenteil, denn ohne ein permanentes Engagement in Forschungs- und Entwicklungsaufgaben wären keine DV-Innovationen und damit auch kein wirtschaftlicher Einsatz der Datenverarbeitung. denkbar. Schließlich geht es bei allen Innovationen im Bereich der Organisation und Datenverarbeitung darum, Methoden und Vorgehensweisen zu entwickeln und Mittel und Maßnahmen bereitzustellen, mit dem Ziel, einen möglichst hohen Grad an Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

So beobachten wir beispielsweise, daß die Benutzer ausgesprochen positiv auf die Technologie-Investitionen der ADV/Orga und den damit verbundenen Innovationen mit hohem Rationalisierungseffekt reagieren. Vor zwei bis drei Jahren wäre diese Aufgeschlossenheit und Akzeptanz des Anwenders gegenüber neuen Technologien noch gar nicht vorstellbar gewesen. Der Bedarf an technologisch besonders interessanten DV-Produkten und -Leistungen für Kostensenkungsprogramme ist - konjunkturell bedingt - besonders ausgeprägt.

Auch zeigt das stetige Zusammenwachsen der Bereiche Datenverarbeitung, Kommunikationstechnik und Bürotechnik neue technologische Perspektiven auf, denen sich die Unternehmen der Informationsindustrie mit ihren Forschungs- und Entwicklungsabteilungen widmen müssen, um ihren Auftraggebern auch langfristig eine wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Im übrigen stellt sich auch nicht die Frage, ob man reicht wenigstens im Begleitprogramm der SYSTEMS dem Thema "Wirtschaftlichkeit" mehr Raum hätte geben müssen, denn seit Einführung der Datenverarbeitung geht es um nichts anderes als um das Thema "Wirtschaftlichkeit". Mit anderen Worten: In dem Begriff Datenverarbeitung ist implizit der Wirtschaftlichkeitsaspekt enthalten.

Günther Thalmeier

Bankdirektor, Bayerische Landesbank, München

Die derzeitige wirtschaftliche Lage zwingt alle Branchen. dazu, die in den Betrieben vorhandenen Ressourcen so rationell einzusetzen, wie dies irgend möglich ist.

Es gibt keinen Grund, warum gerade die Datenverarbeitung davon ausgenommen werden soll. Hinzu kommt, daß, zumindest in meiner Branche, dem Kreditgewerbe, die wirklich gravierenden Rationalisierungserfolge, wie die Automation des Zahlungsverkehrs, des Rechnungswesens und der übrigen Mengengeschäfte, realisiert sind.

Selbstverständlich werden auch in Zukunft im Kreditgewerbe weitere Geschäftsbereiche automatisiert werden. Ich denke dabei an die Möglichkeiten, die Bildschirmtext, Textverarbeitung oder der automatische Bankschalter bieten. Die Lösung aller dieser noch anstehenden Probleme wird aber kaum mehr die Rationalisierungserfolge bringen, wie es in den 70er Jahren möglich war.

Die Gefahr, daß Informationssysteme aufgebaut werden, die keiner versteht oder benötigt oder die bereits manuell kostengünstiger vorhanden waren, besteht natürlich. Vorhandene Programmpakete kann man immer weiter optimieren und erneuern. Auch mit Datenbanken kann man beliebig viele Mitarbeiter beschäftigen.

Die Aufgabe eines jeden DV-Leiters muß deshalb in Zukunft sein, darauf zu achten, daß Datenverarbeitung nicht Selbstzweck wird. Hier kritisch zu überprüfen und zu überdenken scheint mir angebracht.

Inwieweit die Wirtschaftlichkeit der Datenverarbeitung bei der SYSTEMS Æ81 stärker hätte angesprochen werden sollen, möchte ich erst beurteilen, wenn ich verschiedene Referate gehört habe.

Trotz meiner etwas kritischen Äußerung sollten wir nicht vergessen, daß die Datenverarbeitung das effizienteste Rationalisierungsmittel war und in den nächsten Jahren trotz des engeren Spielraumes bleiben wird.

Kurt Pauli

Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Bonn

Die elektronische Datenverarbeitung (EDV) trägt, richtig angewendet, als Rationalisierungsinstrument ersten Ranges ihre Wirtschaftlichkeit in sich. Das gilt auch für Zeiten eines mehr oder weniger ausgeprägten Konjunkturtiefs. Allerdings müssen einige von Randbedingungen erfüllt werden:

- Der Anwender muß über eine klare EDV-Gesamtkonzeption verfügen, die auf die sachlichen Erfordernisse (Organisation, Personal) und finanziellen Möglichkeiten (jetzt/später) seines Betriebes abgestellt ist.

- EDV sollte nicht um jeden Preis betrieben, sondern nur dort eingesetzt werden, wo es sich wirklich lohnt. Das System sollte gegebenenfalls stufenweise, modular entwickelt und eingesetzt werden. Ferner sollte es ausbaufähig gehalten werden, so daß die sich abzeichnenden DV-Entwicklungen mit einbezogen werden können. Ziel sollte es sein, das eigene Personal von Routine- und Massenbearbeitungen zu entlasten und wesentliche Informationen zu erhalten, die nur durch EDV zu erhalten sind. Das DV-System sollte so entwickelt werden, daß Informationen nur soviel wie nötig und sowenig wie möglich gegeben werden (Eindämmen der Papierflut, Vermeiden eines "Datenfriedhofes"). Die Vorteile des Datenverbundes (Kooperation, Inanspruchnahme von Dienstleistungsbetrieben und von Datenbanken) sollten berücksichtigt und der Nutzen des Datenträgeraustausches erkannt werden.

- Es kommt auf die für den einzelnen Betrieb jeweils zutreffende ausbaufähige Hardware und Software an. Um hier das Richtige zu treffen, wird sich der Unternehmer sowohl am Anfang als auch bei der weiteren Entwicklung von neutraler Seite beraten lassen müssen. Soweit es sich um kleine und mittlere Unternehmen handelt, gibt es gegebenenfalls Zuschüsse der öffentlichen Hand zur Unternehmensberatung, speziell auch für die Vermittlung neuer Technologien und Methoden, Automatisierung sowie Anwendung der elektronischen Datenverarbeitung.

Seitens der bauwirtschaftlichen Verbände wurde als Veranstaltung auf einschlägigen Fachmessen die Sonderschau "Computer am Bau" entwickelt, die an simulierten Arbeitsplätzen des Bauunternehmers, des Ingenieurs und des Architekten den Einsatz von EDV-Anlagen und von bauadäquaten EDV-Programmen gewissermaßen "vor Ort" demonstriert und damit vornehmlich den kleinen und mittleren Unternehmen und Büros die nötige Einsicht und den erforderlichen Vergleich ermöglicht.

Auf der SYSTEMS Æ81 wird die Sonderschau - diesmal unter der Bezeichnung "Software-Börse Bauwirtschaft" - wiederum die Fachbesucher und Interessenten anziehen. Eine Besonderheit bietet dort das IRB Informationszentrum Raum und Bau, Stuttgart, mit der erstmals gezeigten Datenbank SOFI, die in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Bonn, 350 bauadäquate EDV-Programme (Bausoftware) vermittelt. In diesem Zusammenhang eine Bitte an die EDV-Hersteller und an die Wissenschaft: Die Betriebssoftware muß portabel werden, um Mehrfachentwicklungen von Anwendersoftware zu vermeiden!

Helmut Rausch

Stellvertretender Vorsitzender, Nixdorf Computer AG, Paderborn

Ich gehe davon aus, daß letztlich alle Innovationen darauf ausgerichtet sind; den Einsatz der Datenverarbeitung in den Unternehmen wirtschaftlicher zu machen. Deshalb sehe ich auch zwischen dem Innovationsanspruch der SYSTEMS und den Forderungen der Anwender nach wirtschaftlicher Datenverarbeitung, keinen Widerspruch, sondern eine logische Verknüpfung. Zudem meine ich, daß der Besucher neben aktuellen wirtschaftlichen Beeinflussungen auch ein beträchtliches Interesse daran hat, mit welchen innovativen Entwicklungen er mittel- und langfristig rechnen kann. So gesehen bin ich sicher, daß die SYSTEMS dem Anwender sowohl Impulse für eine kurzfristig zu realisierende effiziente Nutzung seines DV-Budgets als auch Anregungen und

Informationen für die langfristiger angelegte Strategie seiner DV-Organisation vermitteln kann.

Willy Poths

(Stellvertretender Leiter, Abt. Betriebswirtschaft und Informatik, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. v., Frankfurt

Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit steht sicherlich im Mittelpunkt bei allen Überlegungen die den Einsatz des Computers betreffen. Die Nutzung der DV erfolgt nach wie vor mit den Zielsetzungen, Kosten zu senken und/oder die betriebliche Leistung zu steigern. In machen Fällen allerdings erfolgt der Computereinsatz aber auch, um eine betriebliche Zielsetzung überhaupt erreichen zu können, das heißt, der Computer bringt neben dem Nutzen der Kostensenkung beziehungsweise Leistungssteigerung einen sogenannten Erfüllungsnutzen mit sich. Erinnert wird in diesem Zusammenhang an viele einfache Routinearbeiten, für die heute kaum noch Mitarbeiter zu bekommen sind, aber auch an Anwendungen im Technischen Bereich, wie sie zum Beispiel in Verbindung mit der Finite-Elemente-Methode in vielfältigen Variationen heute in der Industrie üblich sind.

Die Komplexität der betrieblichen Leistungsprozesse bringt es mit sich, daß heute selbst ein Betrieb mit wenigen Mitarbeitern nicht mehr ohne DV auskommt. Zum Glück ist für diese Betriebsgrößen infolge des technologischen Fortschritts der Computer ebenfalls erschwinglich geworden. Wenn man bedenkt, daß sich ein Betrieb für das Salär eines halben Mitarbeiters bereits eine recht leistungsfähige DV-Unterstützung verschaffen kann, dann sind alle Firmen schlecht beraten, die heute noch meinen, ohne Computer auskommen zu können. Überleben im Wettbewerb ist nur mit DV-Unterstützung möglich, das heißt, langfristig kann die Wirtschaftlichkeit, und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, nur mit DV-Unterstützung nachhaltig gesichert werden. Deshalb muß energisch davor gewarnt werden, immer eine ausreichend qualifizierte EDV-Organisation vorausgesetzt, den Rotstift bei der Anwendung der elektronischen Datenverarbeitung anzusetzen. Das Gegenteil ist vielmehr notwendig! Mit Hilfe des Computers müssen die notwendigen Ressourcen erschlossen werden - sei es die Vorbereitung von Kostensenkungsprogrammen im Material-, im Fertigungs- oder im Verwaltungsbereich oder zwecks Steigerung der Leistung die intensivere Analyse des Absatzmarktes. Der Einsatz des Computers für gezielte Kostensenkungsmaßnahmen setzt unter anderem ein transparentes Rechnungswesen voraus, das wiederum nur mit Hilfe der DV genügend effizient gestaltet werden kann.

Entsprechendes gilt naturgemäß für die Unterstützung der Vertriebsaktivitäten.

Noch einen weiteren wichtigen Gesichtspunkt gilt es zu berücksichtigen. Die Innovation in der Datentechnik geht weiter. Die bereits bekannten Innovationen sind im Sinne einer Integration der Technologien zu nutzen, Wer somit versäumt, sich rechtzeitig mit der DV auseinanderzusetzen und diese im Sinne seiner unternehmerischen Zielsetzungen zu nutzen, der hat es schwer, die ständig wachsenden Unterstützungsmöglichkeiten zur Steigerung der betrieblichen Wirtschaftlichkeit in vertretbarer Zeit zu erschließen.

Die SYSTEMS Æ81 trägt mit ihrer Ausstellung, den Symposien und den Fachveranstaltungen dieser Situation voll Rechnung.

Die ständig wachsenden Anforderungen, die vom Beschaffungs- und Absatzmarkt, aber auch vom Gesetzgeber und aufgrund tarifvertraglicher Regelungen auf die Firmen zukommen, zwingen geradezu zur Nutzung der elektronischen Datenverarbeitung. Der Trend zur Datenverarbeitung am Arbeitsplatz, der erst durch die Fortschritte in der Mikroelektronik auf breiter Basis möglich geworden ist, begünstigt diese Entwicklung nachhaltig. Im Jahresbericht der Fraunhofer Gesellschaft für das Jahr 1980 heißt es in den Ausführungen zum Fachbereich 2 (Informations- und Datenverarbeitung): "Informations- und Datenverarbeitung haben fast alle Bereiche von Technik und Wirtschaft in den letzten 20 Jahren einschneidend verändert. Doch diese Entwicklung ist keinesfalls abgeschlossen, im Gegenteil: Anwendungsbreite und Komplexität dieser Techniken werden weiter zunehmen." Diese Aussage bedeutet, daß Betriebe, die den rechtzeitigen Einstieg in die Anwendung der Datentechnik versäumen, sich vom Fortschritt abkoppeln und auf Dauer ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Folgender Aspekt ist von Bedeutung: Die Datenverarbeitung erobert ständig neue Einsatzgebiete. Sie ist aus der Steuerung kontinuierlicher industrieller Prozesse nicht mehr wegzudenken. Wir beobachten zunehmend das Vordringen in die Steuerung diskontinuierlicher Fertigungsprozesse, das heißt, in die Steuerung der Herstellung von Einzelteilen. In diesen Fällen deutet sich an, daß die bisher als Dienstleistungsabteilungen tätigen DV-Abteilungen zu Produktionsabteilungen für die mit Computern bestückten flexiblen Fertigungssysteme werden können. Betrieben, die nicht über das entsprechende DV-Know-how im Dienstleistungsbereich verfügen, verschließt sich diese Möglichkeit.

Insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Verzahnung der Computertechnologien in den verschiedenen Bereichen von der traditionellen elektronischen Datenverarbeitung über die Textverarbeitung, die Datenfernverarbeitung, Bildschirmtext, Teletext und Anwendung in der Produktion stellt das Motto der SYSTEMS Æ81 "In Systemen denken" eine Herausforderung an alle dar:

- an diejenigen, die bereits seit Jahren mit dem Computer virtuos umgehen können, die nächsten Schritte im Sinne der Integration der Technologien

- für diejenigen, die bisher noch abseits standen, den Schritt in die Nutzung des Computers zu wagen.

Die Nutzung des Computers ist längst keine ausschließliche Frage der Wirtschaftlichkeit mehr. Richtiger Computereinsatz bedeutet nachhaltige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit