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30.10.1987 - 

Trotz Telecom-Konkurrenz und Platzverweis für CAD-Firmen

SYS mit Mittelstand auf südlichem Erfolgskurs

MÜNCHEN (CW) - Die deutsche "Computer-Herbstmesse" Systems scheint weiter auf Erfolgskurs zu steuern, obwohl Produkte für die Fertigungsautomation aus dem Repertoire verbannt worden sind. Auch die parallel stattfindende Telecom '87 in Genf tat dem Systems-Zulauf keinen Abbruch. Vorläufiges Endergebnis der Statistiker: Fast 30 000 Besucher kamen im Tagesdurchschnitt auf das Münchener Ausstellungsgelände.

Mit rund 150 000 Besuchern, die zu gut 90 Prozent aus dem Inland kamen, war die "SYS" allerdings keine Messe, die in erster Linie internationalen Charakter hatte. Über 70 Prozent der Interessenten waren, wie eine Besucherbefragung der Münchener Messegesellschaft (MMG) ergab, aus Orten innerhalb Bayerns oder des Nachbar-Südstaats Baden-Württemberg angereist. Nur oder immerhin 22 Prozent, je nach Perspektive, stammten aus Nord- und Nordwestdeutschland.

Als besonderer Publikumsmagnet erwies sich nach Angaben der MMG das "Informationszentrum" mit dem "Systems-Studio" in der Halle 21. Eine der Hauptattraktionen hier war das Karrierezentrum der COMPUTERWOCHE, in dem sich Studenten und DV-Fachleute, die sich beruflich verbessern wollen, von Personalfachleuten aus der Industrie - sowohl von Anwenderkonzernen als auch von Hard- und Software-Anbietern - beraten lassen konnten (Bericht im Innenteil dieses Hefts). Gleich nebenan im Studio ging es in einer Gesprächsrunde mit täglich wechselnden Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft um die "neuen Berufe in der Informationstechnik" und die Auswirkungen des technischen Wandels auf die Ausbildung, die Personalentwicklung oder die Wettbewerbsfähigkeit.

Die Aussteller äußerten sich in einer ersten Umfrage der MMG zufrieden mit der diesjährigen Systems. So beurteilten 91 Prozent der Unternehmen die fachliche Qualifikation der Besucher mit sehr gut oder gut; nur drei Prozent gaben an, bei ihnen hätten sich keine entscheidungsbefähigten Interessenten blicken lassen. Diese Aussage unterstützen die Messe-Statistiker mit den Antworten der Publikumsstichprobe: 80 Prozent der Besucher seien in ihrer Firma Entscheidungsträger, davon 47 Prozent als Inhaber leitender Positionen; jeder fünfte sei sogar Geschäftsführer oder Inhaber. Entsprechend waren Vertreter von kleineren und mittleren Unternehmen - also Betrieben mit unter 500 Beschäftigten - diesmal mit rund 60 Prozent in der Mehrheit.

Der Zulauf zum Anwenderkongreß nimmt ebenfalls zu, kann aber freilich nicht mit dem Run auf die Austellungshallen mithalten: 4800 Teilnehmer schrieben sich bis zum Morgen des letzten Messetags ein. Damit nahm sich, rein statistisch, nur noch jeder dreißigste Besucher Zeit für das Kongreßprogramm.