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21.10.1988 - 

Nach erfolgreicher Premiere geht der jüngste High-Tech-Sproß heuer in die zweite Runde:

Systec lockt wieder die CIM-Experten nach München

MÜNCHEN (bk) - Vom 25. bis 28. Oktober öffnet die Systec '88 ihre Messetore. An die 580 Aussteller zeigen, was im CAD/CAM- und CIM-Bereich derzeit machbar ist. Die Ausstellung begleiten - wie schon zur Premiere - zwei Kongresse: An den ersten beiden Messetagen findet der CIM-Kongreß statt, danach folgt der CAD-Kongreß.

Vor zwei Jahren wurde die Systec als jüngstes Kind der bundesdeutschen High-Tech-Messeszene aus der Taufe gehoben. Obwohl im Vorfeld oft gescholten, weil wieder eine Veranstaltung mehr in Sachen Informationstechnik, war ihr Einstand durchaus gelungen. Einhellige Meinung der Aussteller wie auch der Besucher 1986: Diese Messe hat Zukunft.

Die positiven Reaktionen waren nicht zuletzt darauf zurück-zuführen, daß die Münchener Messegesellschaft ihren jüngsten Messesproß in ihrem Programm klar definiert und strukturiert hatte. Die Systec, als Internationale Fachmesse für Computer-integration, Entwicklung, Konstruktion Fertigung und Qualitäts-sicherung ausgewiesen, wurde als Plattform für CAD/CAM- und CIM-Experten speziell aus mittelständischen Unternehmen plaziert. Tatsächlich waren die Aussteller vor zwei Jahre mit der zum Teil hohen fachlichen Qualität der Besucher mehr als zufrieden. Einige Unternehmen hatten sich vor zwei Jahren allerdings einen höheren Besucherandrang gewünscht. Insgesamt fanden 1986 rund 20 500 Interessenten den Weg in die Isar-Metropole.

Heuer nun wird die Systec beweisen müssen, daß ihre gelungene Premiere keine Eintagsfliege war. Auf 40 500 Quadratmetern präsentieren sich in diesem Jahr in den Hallen 1 bis 16 insgesamt an die 580 Unternehmen. Mehr als 100 reisen davon aus dem Ausland an. Damit ist gegenüber 1986 eine deutliche Steigerung zu vermerken, als sich auf 30 000 Quadratmetern 289 Firmen versammelten. Hinzugekommen sind so prominente Aussteller wie Cullinet, Fujitsu, ICL, Ikoss, Macrotron, Oracle, Taylorix, Texas Instruments, Valid Logic oder Versatec.

Als Forum für alle, die sich mit Computerintegration im Produktionsunternehmen sowie der Umsetzung und Anwendung von C-Techniken beschäftigen, informiert die Systec unter dem Blickwinkel der übergreifenden CIM-Strategie über die verschiedenen C-Technologien, nämlich PPS, CAD, CAM, CAE und CAQ. Konkrete Anwendungs-Lösungen sollen dabei nicht zu kurz kommen. Auch finden wieder einige Sonderschauen statt. Dazu zählt die Sonderschau "Rechnerintegrierte Produktion", die von dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften der Technischen Universität München in Halle 7 veranstaltet wird. Am Beispiel einer mehrstufigen Fertigung mit vierarchsiger Drehmaschine und einem Bearbeitungszentrum soll veranschaulicht werden, was eine durchorganisierte CIM-Strategie mit ihrer material- und informationstechnischen Verknüpfung zu bieten hat.

Ebenfalls in Halle 7 findet die MAP-Demonstration der EMUG - European MAP User Group statt. 19 Unternehmen, unter ihnen Apollo, Siemens, Hewlett-Packard, IBM, Norsk Data, Digital Equipment und die Kernforschungsanlage Jülich, zeigen, wozu MAP heute in der Lage ist. Am Vortag der Systec, dem 24. Oktober, wird zudem ein auf die Belange des Managements zugeschnittenes MAP-Forum durchgeführt, das MAP vor dem Hintergrund einer globalen CIM-Perspektive darstellt. Erörtert werden dabei unter anderem die Entwicklung von MAP (Funktionen, Kosten, Stabilität, Kontinuität), die Möglichkeiten, die MAP dem Anwender bietet, und MAP als Bestandteil von Automatisierungsprojekten.

In Halle 11 erwartet den Systec-Besucher eine echt europäische Sonderschau. Erstmals werden dort einer breiteren Öffentlichkeit die bisherigen Ergebnisse des CIM-OSA-Projektes, das Bestandteil des Esprit-Förderungsprogrammes ist, vorgestellt. Ziel des OSA-Projektes (Offene System-Architektur für unternehmensweite CIM-Systeme) soll sein, eine wesentliche qualitative Verbesserung, Beschleunigung und Verbilligung von CIM-Vorhaben zu ermöglichen, und zwar speziell für mittlere und kleine Industrieunternehmen.

Wie schon zur Systec-Premiere findet auch in diesem Jahr in Halle 1 das Karriere-Zentrum CIM statt. Es beschreibt das CIM-Berufsbild, weist auf neue Tätigkeitsfelder hin, nennt Qualifikationsanforderungen, zeigt Karrierewege und gibt Perspektiven für die Zukunft. In dem Karriere-Zentrum können sich Hochschulabsolventen, Junginformatiker und DV-Profis bei Personal-verantwortlichen von acht mittleren und großen Industrie-unternehmen über ihre individuellen Karrieremöglichkeiten informieren. Beteiligt sind Audi, BMW, Daimler Benz, 3COM, Digital Equipment, EDS, Hewlett-Packard, MBB und mpu.

Neben den Sonderschauen kommen natürlich den beiden Kongressen, die der VDI - Verein Deutscher Ingenieure im Rahmen der Systec veranstaltet, großes Gewicht zu. Der CIM-Kongreß, der am 25. und 26. Oktober durchgeführt wird, steht unter dem Leitthema "Integrierte Informationsverarbeitung im Produktions-unternehmen". Vertreter von Unternehmen, in denen eine integrierte Informationsverarbeitung realisiert wurde, berichten über ihre Erfahrung. Schwerpunktmäßig kommen dabei die Planung von CIM, Realisierungshemmnisse, Personal- und Wirtschaftlichkeits-Probleme zur Sprache.

Thema des CAD-Kongresses am 27. und 28. Oktober ist die "Datenverarbeitung in der Konstruktion '88". Behandelt werden unter anderem der Stand der CAD-Technologie im Maschinenbau und Bauingenieurwesen, in der Fahrzeugtechnik sowie Elektrotechnik/ Elektronik. In Ergänzung zu den Kongressen werden bereits am 24. Oktober ganztägige Tutorials angeboten, die die Kongreßteilnehmer in zentrale Themen der Rechnerintegration einführen sollen. Vom 25. bis 27. Oktober finden weitere einführende VDI-Kurztutorials statt (siehe auch Kongreßkalender). Vor zwei Jahren waren die Kongresse ein voller Erfolg. Insgesamt 1620 Interessenten nahmen an den beiden Veranstaltungen teil, die damit bis auf den letzten Platz ausgebucht waren. Aber: In München haben DV-Kongresse schließlich Tradition.