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07.11.1986 - 

Klare Zielgruppen-Definition zahlt sich für die Anbieter aus:

Systec mit CIM-Strategie auf Erfolgskurs

MÜNCHEN - Die bundesdeutsche DV-Messelandschaft ist kaum mehr zu überschauen. Immer neue Veranstaltungen werfen die hiesigen Messegesellschaften ins Rennen. Dies steigert den Unmut der Aussteller. Denn die Messen lassen zunehmend Konzepte, Qualität und Attraktivität vermissen. Die Premiere der Systec, urteilen Branchenkenner, sei geeignet, der Messemüdigkeit entgegenzuwirken: Die Herbstveranstaltung sollte eine klar definierte Zielgruppe ansprechen, nämlich CAD/CAM- und CIM-Experten (siehe auch Seit e.1).

Das jüngste Kind im Kreis der bundesdeutschen High-Tech-Messen hat unlängst die Münchener Messegesellschaft (MMG) aus der Taufe gehoben. Vom 27. bis 30. Oktober fand erstmals die "Internationale Fachmesse für Computerintegration, Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung" - so die volle Bezeichnung - in der Isarmetropole statt. Auf 30000 Quadratmetern war an Ausstellern nahezu alles vertreten, was in Sachen Computerintegration im Fertigungsbereich bereits kräftig mitmischt.

Ziel der Systec sollte sein, vor allem den mittelständischen Fertigungs- und Konstruktionsingenieur mit der neuen Technik CIM vertraut zu machen und ihm zu ermöglichen, eine für seinen Betrieb maßgeschneiderte Hard- und Softwarelösung zu finden. Dazu Gerd vom Hövel, Geschäftsführer der Münchener Messegesellschaft: "Der Fertigungsingenieur braucht seine eigene Messeplattform, weil er eine ganz andere Sprache spricht als zum Beispiel ein Org./DV-Leiter. Mit DV-Chinesisch kann er nichts anfangen."

Gespannt war die neue Messe nicht nur von den Veranstaltern, sondern vor allem von den Ausstellern erwartet worden. Erste Resonanz: überwiegend positiv.

So empfanden die meisten Besucher die Messe von der Größenordnung her als angenehm. Auch sei sie nicht so überlaufen wie die Systems oder die Hannover-Messe. Darüber hinaus gebe die Systec einen guten Überblick über den technischen Status quo der Hersteller hinsichtlich CIM, und das Standpersonal habe mehr Zeit, den Interessenten zu informieren. Die Besucherstruktur erwies sich als eher regional. Zwar waren auch einige CIM-Interessenten aus anderen Teilen der Bundesrepublik angereizt. Jedoch schien diese vor allem der Premierencharakter der Systec angelockt zu haben. So bestätigte denn auch ein norddeutscher Besucher: "Auf der Industrie-Messe können wir uns genauso gut informieren wie auf der Systec. Deshalb ist Hannover für uns günstiger."

Ein durchaus positives Echo kommt auch von seiten der Aussteller. Vor allem Digital Equipment scheint mit sich und der Welt hochzufrieden zu sein. Ein DEC-Mitarbeiter geradezu euphorisch: "Wir waren bombig besucht, und die Messe lief für uns supergut." Von der Besucherfrequenz her war DEC in der Tat eine Ausnahmeerscheinung. Die meisten anderen Anbieter dagegen empfanden die Messe "als zu ruhig". So hätte sich Günter Zink von Hewlett-Packard "ein paar Besucher mehr gewünscht". Andererseits, so Zink weiter, müsse man berücksichtigen, daß es die erste Systec gewesen sei und sich auch das Publikum einer gewissen Messemüdigkeit nicht erwehren könne. Übereinstimmend angetan hingegen waren die Aussteller von der hohen fachlichen Qualität der Besucher. Gerhard Rossi, der für die Industrie zuständige Siemens-Vertriebschef: "Es informierte sich überwiegend Fachpublikum, das vom Management bis zur einzelnen Fachabteilung großer und mittlerer Unternehmen reichte."