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03.09.1976 - 

Telex Computer GmbH propagiert Mixware bis zur letzten Konsequenz:

System III als Billig-Alternative zum System /3

FRANKFURT - "Um 20 bis 30 Prozent billiger als entsprechende IBM-Systeme 3/8 bis 3/12" - so Dieter Dieser, Geschäftsführer der Telex Computer GmbH auf der Ankündigungs-Pressekonferenz - wurde das "Telex-Computersystem III" für den Vertrieb in der Bundesrepublik freigegeben. Die römische III verweist auf die Marktstrategie für das von der Firma Lockheed produzierte und in den USA innerhalb von eineinhalb Jahren bereits 400mal installierte System: Neben Erstanwendern sollen IBM-System-3-Benutzer angesprochen werden, denn RPG-II-Programme können 1:1 (lediglich geringfügige Änderungen bei den Steuerkarten) vom System auf das System III übernommen werden.

Neben der schnellen Lockheed-CPU (Kernspeicher-Ausbaustufen 24 bis 64 KB, Zugriffszeit 400 Nanosekunden, durchschnittliche Instruktionsausführungszeit 2,6 Mikrosekunden) gehört zur Standardausrüstung ein Centronics-Matrixdrucker oder Data Products-Zeilendrucker, ein Lear Siegler-Konsol-Bildschirm (1920 Zeichen) und eine Pertec-Platte (5 oder 10 MB, 5440 kompatibel). Das Basismodell (24 KB, Konsol-Schirm, 5 MB-Platte und 88 Zeilen/Sek.-Matrixdrucker) kostet einschließlich sehr umfangreicher Basis-Software 110 000 Mark oder im Fünfjahresvertrag monatlich 2400 Mark, plus 8 Prozent für die Wartung.

Schnell-Bus

An den internen Bus (Übertragungsrate 10 MB/Sek.) können bis zu 8 programmierbare Bildschirme, bis zu 4 Plattenlaufwerke, Magnetbandeinheiten, 3740-kompatible Floppy-Disks, Leser Stanzer für 80- und 96stellige Lochkarten und eine BSC-DFÜ-Einheit angeschlossen werden. Neben RPG II gibt es einen nicht-IBM-kompatiblen Assembler, ferner als lizenzpflichtige Option Fortran. Basic soll noch angekündigt werden. Das System arbeitet mit zwei Partitions.

Software aus der Provinz

IBM-RPG-Software für das System 3 läuft auch auf dem Telex-System III, allerdings müßten dann Nicht-IBM-Benutzer der IBM Lizenzgebühren zahlen. Fertige Anwendungs-Software-Pakete werden bisher von den Firmen Pro Datic, Wermelskirchen (integriertes, dialogorientiertes Material - und Rechnungswesen für Handel und Industrie) und EDV-Service Rinderhagen, Aurich (Baubranche) angeboten. Weitere branchenspezifische Pakete werden hinzukommen. Die Vermarktung schlüsselfertiger Gesamtsysteme soll zusammen mit Softwarehäusern erfolgen, wobei jedoch immer der Telex-Kundendienst (45 Techniker in acht Schwerpunkt-Gebieten) die Wartung übernimmt.

Telex (800 Mixed-Hardware-Einheiten bei 85 Kunden) ist super-optimistisch. D. Dieser: "Bis März 1977 werden wir 30 bis 40 Systeme an den Mann bringen."