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15.02.2007

System-Management im Fernzugriff

Der User-Support erhält mit "NTRadmin" ein Paket aus Desktop-Fernsteuerung, System-Management und Web-Konsole.

Der Softwarehersteller NTRglobal legt in seinen Fernwartungs-Lösungen den Fokus auf Helpdesk, Support und Administration. Zur CeBIT stellt er nun das neue Produkt NTRadmin vor, das Administratoren via Browser bei der Remote-Verwaltung von PCs und Servern an lokalen und entfernten Standorten helfen soll. Das Produkt deckt fünf Funktionsbereiche ab. So hilft die Komponente "Distributed Asset Management" bei der Erfassung aller Computer in einem Firmennetz - unabhängig davon, wo sie sich befinden. IT-Mitarbeiter sind laut Hersteller damit in der Lage, Rechner gezielt zu überwachen sowie Diagnosen und im Bedarfsfall Eingriffe am Zielrechner vorzunehmen.

Scriptings übernehmen

Die Funktion "Activity Scheduling" bietet eine Reihe von Möglichkeiten, um System- und Installationsaufgaben zu automatisieren. Sie nutzt dafür vorhandene Scripting-Techniken wie Windows Scripting Host. Derartige Abläufe lassen sich für einzelne Rechner oder auch für größere Benutzergruppen anlegen und bei Bedarf über die gesamte Organisation ausrollen. Selbst wenn Client-PCs vorübergehend ausgeschaltet sind, sorgt die Administrationsumgebung dafür, dass Verwaltungsaufgaben über das Netz auf allen Zielsystemen ausgeführt werden.

Das Feature "Online Storage" stellt eine Möglichkeit dar, Dateien und Installationspakete an einem für alle Nutzer zugänglichen Ort abzulegen. Downloads im Rahmen von Softwareinstallationen sind hierbei auch auf Rechnern außerhalb des internen Firmennetzes möglich. Der Hersteller offeriert zudem eine "Online-Community" mit News, Tipps und technischer Unterstützung. Anwender können darin miteinander kommunizieren, Skripte untereinander austauschen oder Anregungen für Softwareerweiterungen abgeben.

Im fünften Segment "Message Center" sammelt das System Benachrichtigungen, Alerts oder Benutzeranfragen. An dieser Stelle gehen auch Reports zum Beispiel über die ausgeführten Softwareinstallationen von den Clients ein.

Zur Einrichtung von NTRadmin erstellt der Administrator zunächst eine kleine, individuelle Installer-Datei mit etwa 500 KB Größe, die anschließend auf alle zu verwaltenden Clients ausgebracht und installiert werden muss.

Arbeiten im Browser

Sobald ein Computer mit der Client-Komponente ausgestattet ist, erscheint der Rechner in der Liste der zentralen Administrationsoberfläche. Da diese komplett im Web-Browser abgebildet ist, kann der Netzwerkverwalter von jedem Ort aus seine Management-Aufgaben erledigen. Die Browser-Umgebung hat zudem den Vorteil, dass der Kontakt auch über Firewalls hinweg gelingt, ohne separate Ports zu öffnen. NTRadmin läuft auf allen Windows-Versionen ab 95 sowie Internet Explorer 5.5 und höher. Kunden können das Produkt wahlweise als gehosteten Service nutzen oder auf einem eigenen Firmen-Server installieren.

Bislang hat sich der spanische Hersteller mit seinem Haupt- produkt "NTRsupport" auf den Helpdesk- und Supportbereich konzentriert. Adressaten für die Hilfe per PC-Fernsteuerung sind dabei nicht nur Endanwender im Unternehmen, sondern auch Branchen, die Remote-Desktop-Funktionen für ihren Kundenservice nutzen. Call-Center-Mitarbeiter können so beispielsweise bei Softwareproblemen Unterstützung bieten, Produkte vorführen oder ratlose Kunden durch Anwendungen wie Online-Banking lotsen. NTRsupport setzt im Gegensatz zu NTRadmin keine Installation einer Client-Komponente voraus. Der Endkunde erhält entweder eine E-Mail mit einem entsprechenden Link, oder er klickt den vorbereiteten "Live-Chat-Button" auf der Anbieter-Website, um das Fernzugriffsmodul zu starten. Der Live-Chat-Button stellt eine direkte Verbindung zu einem Servicemitarbeiter her. Zusätzlich kann eine Supportsitzung auch aus einer Applikation oder über die Generierung eines Session-Codes gestartet werden. Aus Sicherheitsgründen muss der Kunde jedem ferngesteuerten Zugriff auf sein System explizit zustimmen.

Auch für Linux und Mac

Das in NTRsupport integrierte Feature Installable Remote Control (IRC) erlaubt eine Fernsteuerung ohne Benutzerautorisierung, wie sie bereits für Windows-Rechner möglich ist, nun auch für Mac- und Linux-basierende Endgeräte. Es lassen sich bis zu fünf Supportsitzungen gleichzeitig verwalten. Interessant dürften auch die integrierten Berichtsfunktionen sein. Hierüber kann der Anwender unter anderem Supportsitzungen aufzeichnen und nachträglich kontrollieren, um beispielsweise kundenbezogene Abrechnungen zu erstellen oder erbrachte Helpdesk-Leistungen nachzuweisen. (ue)