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18.08.1978 - 

The Waves of Change

System-Software

Die Systemsoftware kombiniert Hardware-Mikrocode- und Software-Elemente zu einem leistungsfähigen Informationssystem. Wichtigste Forderung: Das System muß für Programmierer und Benutzer ohne spezielle DV-Kenntnisse gleichermaßen einfach zu bedienen sein.

Bei der Schaffung eines leistungsstarken benutzerorientierten Informationssystems spielt die Systemsoftware die entscheidende Rolle. Die Forderungen an das neue DV-System wurden in den "Telex-Unterlagen" (aus dem Prozeß des PCM-Herstellers Telex gegen IBM) ausführlich formuliert: "Das System muß einfach zu bedienen sein - nicht nur für den Programmierer, sondern auch für Benutzer ohne spezielle DV-Kenntnisse. Auch Personal ohne höhere Schulbildung muß damit arbeiten können."

Diese Forderung gilt natürlich nicht für Systemressourcen, die das DV-Fachpersonal für seine Arbeit braucht: Also etwa Spracherweiterungen, data handlers und andere Systemkomponenten. Diese Ressourcen wären dann für die DV-Spezialisten gesondert bereitzustellen.

Das "laiengerechte" DV-System müßte einer IBM-Studie zufolge etwa so aussehen:

- Leicht verständliche "Laienprogrammiersprache" zur einfachen Systembedienung.

- eine vielseitige Sprache für Abfrage und Aktualisierung,

- einfache Kommandosprache, mit deren Hilfe auch ungeschulte Bediener an komplexen Systemen arbeiten können,

- Sprachen, die vor allem einfach sind und den Bediener schrittweise durch die verschiedenen Arbeitsabläufe führen,

- Systemeigenschaften, die auch die Implementierung berufsspezifischer, problemorientierter Programmiersprachen erlauben.

Programmierer-Ressourcen

Als Erweiterungen des einfachen Benutzersystems stehen dem professionellen Programmierer folgende Ressourcen zur Verfügung:

- Erweiterungen für laufende Programmiersprachen: Diese dynamischen Softwarekomponenten vereinfachen die Implementierung von mehr Datenunabhängigkeit, erleichtern die Identifikation von Programm-Parallelismen und sorgen für eine flexible Zuteilung der Programme an die verschiedenen Prozessoren. Sie erhöhen die Datenflexibilität und schaffen damit die Grundlage für künftige Systemerweiterungen.

- Compiler-Erweiterungen für interaktive Programmentwicklung, Fehlersuche und computergestützte Problemlösungen.

- Alle neuen Funktionen müssen in den wichtigsten höheren Programmiersprachen vorhanden sein.

- Bei der Implementierung anspruchsvoller neuer Funktionen wird die Verwendung von weniger leistungsfähigen "niedrigen" Programmiersprachen auf ein Minimum beschränkt.

Was heißt das nun konkret? Das vorrangige Ziel ist zweifelsohne die weitere Vereinfachung der Arbeit mit dem System. Der Computer soll also Benutzer- und anwendungsorientierter werden. Dafür muß jedoch die entsprechende Software vorliegen - also ungefähr das, was bisher an Softwarekomponenten aufgelistet wurde. Das Ergebnis könnte eine weitgehende Eliminierung der bisherigen Programm-Restriktionen sein.

Weitere Leistungskriterien der neuen Systemsoftware:

- Benutzerorientierung; die Kluft zwischen Mensch und Maschine muß überbrückt werden - auch Benutzer ohne spezielle DV-Kenntnisse müssen mit dem System arbeiten können. Die Systemsoftware ist als System "aus einem Guß" zu konzipieren - nur so läßt sich der Wartungs- und Support-Aufwand reduzieren;

- Verfügbarkeit; die einzelnen Benutzerjobs laufen völlig unabhängig voneinander ab;

- Konzentration auf Problemlösungen-, der Benutzer muß sich nicht mit Hardwareproblemen herumschlagen, sondern kann sich von auf seine aktuelle Aufgabe konzentrieren;

- mehr Sicherheit und Vertraulichkeit;

- ausschließliche Verwendung höherer Programmiersprachen;

- problemlose Systemerweiterungen;

- hohe Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit und Servicefreundlichkeit;

- Multiprogramming-Support;

- Netzwerksupport.