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03.12.1998 - 

Mit der steigenden Nachfrage werden immer höhere Gehälter bezahlt

Systemadministratoren für Großrechner sind kein Auslaufmodell

MÜNCHEN (CW) - Internet, Extranet, Network Computer und Thin Clients, wer spricht da noch von Großrechnern? Während Anwendungsentwickler für Großrechnerplattformen durch Jahr-2000-Umstellungsprojekte eine wahre Renaissance erleben, machen sich die Host-Systemadministratoren Sorgen um ihre Zukunft. Helmut Fleischmann, Vorstandsvorsitzender der Brain Force Software AG, sieht dafür keinen Anlaß.

Obwohl Anfang der 90er Jahre vorhergesagt wurde, daß der Mainframe den Jahrtausendwechsel nicht mehr erlebt, bleiben die Verkaufszahlen konstant. "Banken und Versicherungen werden künftig genausowenig auf ihre Großrechner verzichten können wie führende Industrie- und Handelsunternehmen. In Großunternehmen befinden sich die wertvollsten Informationen auf den Host-Systemen", ist Fleischmann überzeugt. Er verspricht den Host-Systemadministratoren sogar neue Karriereperspektiven.

Moderne Techniken machen Aufgaben attraktiver

Auf IT-Managern lastet in den Augen des Brainforce-Chefs der Druck, die Mainframe-basierten Informationen einer ständig wachsenden Zahl von internen Benutzern, Geschäftspartnern und Kunden zugänglich zu machen. Der Großrechner wird als Daten-Server zum Netzknoten in komplexen, heterogenen Wide-Area-Netzen.

Die Host-Systemadministratoren arbeiten mit allen modernen Techniken wie Internet, Intranet sowie offenen TCP/IP-Netzen und kommen mit Unix und NT in Berührung. Das macht ihre Aufgaben attraktiver und sichert ihre Zukunftsaussichten.

In der Großrechnerwelt gibt es eine klare Arbeitsteilung im Systembetrieb. Die MVS-Systemprogrammierer kümmern sich um das Betriebssystem, die Benutzeradministration und Systemsicherheit, beispielsweise mittels RACF und Tools wie TSO/ISPF, sowie um das Speicher-Management. Die anderen Administratoren richten Datenbanken ein und betreuen sie. Zusätzlich gibt es ein Netzwerkteam, daß die meist auf Systems Network Architecture (SNA) basierenden Netze aufbaut und pflegt.

Die Host-Systemadministratoren können sich jedenfalls freuen. Denn "zurück zum Mainframe" heißt zurück zu einem hohen Maß an Verfügbarkeit und professionellem DV-Betrieb. Diejenigen, die ihr Heil in der Flucht zur dezentralen Unix- und NT-Welt gesucht haben, fühlen sich um mindestens fünf Jahre zurückversetzt. Dennoch suchen immer mehr Systemspezialisten den Einstieg in die zukunftsträchtige Unix- und NT-orientierte Client-Server-Welt. So zielten auch alle Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Systemadministratoren in den vergangenen Jahren fast ausschließlich auf Unix- und NT-Systeme. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, daß die derzeit steigende Nachfrage an Host- Systemadministratoren nicht gedeckt werden kann. Darum werden denjenigen, die mit der technischen Entwicklung Schritt hielten, zur Zeit satte Gehälter gezahlt.

Am besten verdienen Datenbankspezialisten für IMS und DB2 mit langjähriger Berufspraxis. Hier sind Jahresgehälter von 140000 bis 160000 Mark keine Seltenheit mehr. Auf einem ähnlichen Gehaltsniveau bewegen sich Netzspezialisten im Großrechnerumfeld. Wer dann noch über Erfahrungen in der Einbindung von Großrechnern in moderne Client-Server-Welten mitbringt, ist sicher am obersten Ende der Gehaltsskala zu finden.