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26.11.1976 - 

Organisation der Software-Herstellung:

Systemanalytiker überflüssig

"Systemanalytiker im herkömmlichen Sinn sind nur überflüssiger Ballast. Diejenigen, die bisher als Systemanalytiker gegolten haben, müssen sich entscheiden, ob sie zu einer Fachabteilung tendieren, sich mehr für die eine Organisation interessieren oder Programmieren wollen. Im letzteren Fall können sie in der Softwareabteilung bleiben - sonst müssen sie ausziehen." Diese Forderung erhebt Harry N. Sneed im "5. Jahrbuch der EDV".

Sneed hält das Team von vier bis acht Programmierern für die "einzige effektive Organisationsform" zur Entwicklung größerer Softwaresysteme. "Es ist Zeit uns von der lächerlichen Titelwirtschäft zu entfernen", schreibt Sneed. Alle Teammitglieder außer dem Programmsekretär sollten sich seiner Ansicht nach Programmierer nennen. Um finanziell zu differenzieren, "wäre es am besten, wenn man in Meister, Gesellen und Lehrlinge einteilen könnte".

Abwechslung tut not

Sneed tritt dafür ein, Team abwechselnd mit Wartung und Entwicklung, von Systemen zu betrauen. Kein Projekt dürfte seiner Ansicht nach länger als zwei Jahre dauern oder mehr als acht Mann beanspruchen. Wechsel auch innerhalb des Teams: Chefprogrammierer sollten - so fordert der Amerikaner - nach einigen Jahren "das Steuerrad abgeben", allerdings ohne daß, sie dabei Einkommenseinbußen erleiden.

Um reibungsloses Arbeiten sicherzustellen verlangt Sneed, daß der Benutzer nur zwei Berührungspunkte mit der Softwareabteilung haben dürfe: "Der erste am Anfang, wo er den Auftrag in Form einer Leistungsbeschreibung erteilt und den Kostenvoranschlag akzeptiert - den zweiten am Schluß, wenn er das fertige Programm abnimmt. Dazwischen soll er sich möglichst nicht mehr sehen lassen." -py