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NCR erweitert Produktlinie 8400:


30.03.1979 - 

Systemarchitektur der "verteilten Intelligenz"

AUGSBURG (de) - Die NCR-Produktlinie 8400 wird durch zwei Modelle ergänzt (CW-Nr. 12 vom 23. März 1979, Seite 2). Die Systeme I-8410~ Modell 3, und I-8430, Modell 5, sind laut NCR auf die DV-Bedürfnisse "mittlerer Handels-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe zugeschnitten".

Die Systemarchitektur der neuen Anlagen nutzt - so die Augsburger - die "weitreichenden Möglichkeiten der verteilten Intelligenz voll aus". Gemeint ist: Die Zentraleinheit ist kein monolithischer Block, sondern besteht aus in sich geschlossenen Subsystemen, die unabhängig voneinander arbeiten. Jedes Subsystem übernimmt dabei Teilfunktionen der Zentraleinheit. Dadurch wird die starre Funktionszuordnung der Hardware aufgehoben. Die Untereinheiten werden jeweils mit einem Mikroprogramm (NCR: "Firmware") geladen.

Der aus 16 K Bit-Chips bestehende Hauptspeicher hat eine Kapazität Von 512 KB, die auf 1024 KB erweitert werden kann. Das neue, aus Plattenlaufwerk und Peripherieprozessor bestehende Plattenspeichersystem 6530 hat eine Kapazität bis zu 644 Megabyte (8 x 81 Megabyte). Das Plattenspeichersystem 6530 ist als eine Kombination von Fest- und Wechselplatten ausgeführt. Es setzt sich aus einer Wechselplatte (13,5 MB) und fünf Wechselplatten (je 13,5 MB) zusammen. An zusätzliche Ein-/Ausgabekanäle können Drucker mit Leistungen zwischen 300 und 2000 Zeilen/Min. angeschlossen werden.

Virtuelles Betriebssystem

Im Dialogbetrieb verwenden die beiden neuen Modelle der Familie NCR 8400 das mit virtueller Speichertechnik arbeitende interaktive Multiprogramming-Betriebssystem IRX (Interactive Resource Executive). Die virtuelle Speichertechnik des Betriebssystems IRX bewirkt, daß das für ein Benutzerprogramm erforderliche Speichervolumen die Kapazität des Hauptspeichers übersteigen kann. Im Hauptspeicher befinden sich nur die für die Ausführung der Programme gegenwärtig notwendigen Segmente; bei Bedarf werden neue Segmente vom Plattenspeicher in den Hauptspeicher übertragen und dafür andere Segmente ausgelagert.

Eins der wesentlichen IRX-Merkmale ist die Job-Steuerung über System-Steuerkommandos vom Bildschirm aus. Dadurch kann der Anwender die Reihenfolge der Programme dem Arbeitsanfall anpassen und ist somit von einer zentralen Systembedienung unabhängig. Mit den Steuerkommandos können neben der Dialogverarbeitung vom Bildschirm aus auch Stapelverarbeitungen gestartet werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, an jedem Bildschirm Programme interaktiv zu entwickeln.

IRX erlaubt mehrere gleichzeitig ablaufende Dialogverarbeitungen über Bildschirme. Dabei haben anwenderspezifische Verarbeitungen wie Bestellwesen, Fakturierung, Lager-, Kreditoren-, Finanz- oder Betriebsbuchhaltung Zugriff auf die gleiche Stammdatenbasis.

Daten brauchen nur einmal vom Bildschirm aus eingegeben werden, weil bei allen Transaktionen sichergestellt ist, daß die betroffenen Stammdaten nachgeführt und für alle weiteren Verarbeitungen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Für die individuelle Programmierung steht die standardisierte Programmiersprache Cobol 74 zur Verfügung, sie wird auch für die Entwicklung der Software-Pakete benutzt.

Das Angebot an Standard-Software umfaßt zur Zeit folgende Pakete: IFOS (Integriertes Finanzbuchhaltungs-Online-System), DIPAS (Dialog-Informations- und Personalabrechnungssystem) IBIS-Dialog (Integriertes Bekleidungs- und Industriesystem), SELAS/BIWAS (Warenwirtschaftssystem), BANK 2000 DMS (Daten-Management-System), KOMMERZ (Auftragsabwicklung), IMMAC (Materialwirtschaft).

Technische Daten

I-8410, Modell 3 und I-8430, Modell 5

Prozessor-Subsystem:

Zykluszeit 112 ns

Wortlänge 16 Bit

Instruktionsspeicher für Firmware (Mikrocode)

Hauptspeicher:

Kapazität 512 bis 1024 KB

Ausbaustufen 256 KB

Zugriffszeit 475 ns

(32 Datenbits und 7 Kontrollbits)

Direkt an den Prozessor angeschlossen:

Diskettenlesestation (Firmware) 1

Konsolbildschirm 1

(auch als Arbeitsstation einsetzbar)

Option für Lochkartenleser (600 K/Min.) 1

Integriertes DFV-Subsystem:

Übertragungsleitungen für asynchrone Terminals 5

erweiterbar auf 10, 15, 20

Übertragungsrate je Leitung 300 bis 9600 Bit/s

Peripherie-Prozessor:

Anschluß für vier Speichersysteme 6530

Integriertes Speichersystem 6530 (13,5 MB Wechsel- und 5 x 13,5 MB Festplatten Gesamtkapazität 81 MB)

Anschluß für vier weitere Speichersysteme 6530.