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18.01.1985

Systematische Software-Entwicklung setzt voraus, daß klare Vorstellungen über das zu schaffende Produkt und die im Gestaltungsprozeß anfallenden Aufgaben bestehen. Doch sieht jeder dieses Produkt aus einer anderen Perspektive - je nachten, wo er position

Systematische Software-Entwicklung setzt voraus, daß klare Vorstellungen über das zu schaffende Produkt und die im Gestaltungsprozeß anfallenden Aufgaben bestehen. Doch sieht jeder dieses Produkt aus einer anderen Perspektive - je nachten, wo er positionell und funktionell angesiedelt ist. Die Studie umreißt diese subjektive Optik so:

-Der Manager im Fachbereich betrachtet Software vornehmlich als Organisationsmittel, mit dem seine Mitarbeiter administrative Aufgaben erfüllen. Da er Budgetverantwortung trägt, ist die Software für ihn ein Kostenfaktor, so daß das Kosten/Nutzen-Verhältnis für ihn dominiert.

-Den Benutzer im Fachberiech interessiert in erster Linie die praktische Anwendung und die Bedienungfreundlichkeit. Seine Kenntnisse über die Software bezieht er aus dem Benutzerhandbuch. Daneben spielen seine Ausbildung sowie seine Mitarbeit an der Entwicklung eine wichtige Rolle für sein Verständnis, seine Akzeptanz und letztlich seine Motivation.

-Operatoren und Arbeitsvorsteher sehen die Software aus dem Blickwinkel des Rechenzentrum-Handbuchs und dem Anliegen der Zentral-DW.

-Für das Wartungsteam stehen Programmlisten und Systemdokumentation im Vordergrund. Die Entwicklungscrew sieht die Software primär im Zusammenhang mit den Anforderungen und den Entwicklungsunterlagen. Eine besondere Bedeutung kommt daher den Anforderungen zu, die eindeutig und konsistent formuliert sein müssen.

Jede dieser Betrachtungsweisen reduziert sich dank besonderer Interessenlangen auf Teilaspekte. Doch erst die Gesamtheit aller Perspektiven charakterisiert Software in ihrer realen Bedeutung.

Die Analysepunkte in der Studie im einzelnen:

-Teilintegrierte Tools für konventionelle Software-Entwicklung mit herkömmlichen Programmiersprachen wie Cobol, PL/1u.a. - BFTES, Isidor, Moses, Opus, Prados, Salzgitter-Modell, SWT, Delta, MBT-Tool-System, Motor, Pet/Maestro, Promod, Softord, Toolmanager.

-Programmiersprachen der vierten Generation - ADR/Online, Ideal, Mantis, Natural.

-Datenentwurftools - Desingmanager.

-Data Dictionaries - ADS/Data Dictionary, Datamanager, IBM-DB/DC, Doku 2000, IDD, Predict, Rochade.

Innerhalb der aufgabenorientierten Klassifizierung wird den Data-Dictionaries als ureigenste Function die Verwaltung der Systemelemente und Dokumente zugeordnet. Bei ihnen setzt sich laut Ploenzke-Studie eine Produktarchitektur durch, die sie einerseits methodenunnabhängig, andererseits aber auch an Methoden anpassungsfähig macht.

-datenhaltungskomponenete: Sie besitzt eine offene Datenstruktur sowie eine Datenmanipulationssprache ("Native Mode") und ist damit unabhängig von Methoden.

-Variable Benutzerschnittstelle: Eine Prozedursprache; sie gibt - anstelle des metodenneutralen "Native Mode" - dem Benutzer die Möglichkeit, seine eigene Dialogschnittstelle zu entwickeln.

-Methodenschnittstelle: Sie beinhaltet alle Prozeduren wodurch das Produkt bestimmte Methoden unterstützen kann (Prüfroutinen, methodische Algorithmen, Auswertungen u.a.).

-Schnittstelle zu anderen Tools: Über eine solche Schnittstelle können weitere Tools angeschlossen werden.

-Durch die Kombination mit andern Tools besteht die Möglichkeit, ein integriertes Entwicklungssystem aufzubauen.