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19.02.1982 - 

Gewerkschaften:

Systeme unter Mitarbeiteraspekten geprüft

STOCKHOLM (CW) - Hohe Löhne und Kosten für importierte Hardware zwingen schwedische Softwares-Unternehmen dazu, stark strukturierte und anwendungsorlentierte Programme anzubieten Bislang vernachlässigt fühlen sich allerdings noch Die Mini- und Mikrocomputeranwender. Dies wollen künftig die 3000 DV-Berater in Schweden ändern.

Typisch für den schwedischen Arbeitsmarkt ist eine starke Beeinflussung durch die Gewerkschaften, die auch bei der Wahl von Computersystemen gilt. So besteht beispielsweise ein Mitspracherecht der Gewerkschaft beim Kauf von Hardware und Systemkomponenten. Dies bedeutet andererseits aber, daß in Schweden entwickelte Systeme sowohl unter Unternehmens- wie Mitarbeiteraspekten überprüft werden.

Zur Zeit gibt es in Schweden 761 Unternehmen in der

DV-Branche, wovon 497 Service-Rechenzentren sind. Der Umsatz aller Beratungsfirmen belief sich 1980 auf rund 650 Millionen schwedische Kronen. Im internationalen Vergleich ist die Anzahl der Service-Rechenzentren relativ hoch. Bislang wurden überwiegend Großcomputer eingesetzt. Deshalb war die in den 70er Jahren entwickelte Software überwiegend für derartige Maschinen bestimmt.

Doch dies soll nun anders werden: Vor allem bei Mini- und Mikrocomputern wollen die Schweden sich künftig anstrengen. So soll die Software von morgen eine Kombination für Mini-/Mikrocomputer in Verbindung mit Großcomputern sein. Bedingt durch die hohen Personalaufwendungen wird auch eine größere Anzahl von Paketlösungen für mittelgroße Computer erstellt werden müssen. Diese Programme sollen den Bedürfnissen des Kunden kostengünstig angepaßt werden können.

Die Anzahl der Hilfsmittel, die Programmientwicklung zu beschleunigen, ist bereits heute stark gestiegen. Sie werden in Zukunft bei etwa 80 Prozent der Programmierarbeiten eingesetzt. Ein derartiges Hilfsmittel sei beispielsweise" Tips" , ein System der Beratungsgruppe Enator, das für die Programmentwicklung auf großen und mittelgroßen Computern gedacht ist. Tips wird auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein.

Innerhalb von fünf Jahren umdenken

Ein Trend in Schweden sei zudem, daß Kunden verstärkt Projektverantwortung einkaufen und nicht mehr nur Programmierkapazitäten. Dies führt nach Ansicht von Enator dazu, daß die Unternehmen, die nur mit "body hopping" arbeiten, innerhalb der nächsten fünf Jahre umdenken müssen. So müßten Berater künftig die volle Verantwortung für Projektleitung und -kontrolle einschließlich der Einarbeitung des Personals am Kunden übernehmen.