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19.08.1988 - 

IDC-Untersuchung zum VAR-Know-how im europäischen Vergleich:

Systemhäuser haben Mut zur Unix-Lücke

ESCHBORN (CW) - In Sachen Unix zeichnen sich die bundesdeutschen Systemhäuser gegenüber ihren europäischen Kollegen durch Mut zur Lücke aus. Weniger als vierzig Prozent der deutschen VARs (Value Added Reseller) verfügen über Unix-Know-How, ermittelte IDC Deutschland. Der europaweite Durchschnitt liegt dagegen deutlich über dieser Marke.

Nur Frankreich und Österreich schneiden noch schlechter ab, berichten die Analysten in der jüngsten Ausgabe ihres Infodienstes "Softwaremarkt". Musterschüler seien dagegen die Länder Italien, wo rund 58 Prozent der Systemhäuser mit Unix-Kenntnissen ausgestattet sind, die Schweiz und die Niederlande mit jeweils gut 50 Prozent. Die relativ gute Position Italiens erklärt IDC durch die strategische Allianz zwischen Unix-Mutter AT&T und dem Olivetti-Konzern.

Für das schwache Engagement der bundesdeutschen Systemhäuser in Sachen Unix machten die Eschborner Marktforscher mehrere Ursachen aus:

- Sehr viele kleine und kleinste Unternehmen verfügen nicht über die Ressourcen, um eine neue Betriebssystemarchitektur kennenzulernen.

- Über 40 Prozent der deutschen Systemhäuser beziehen ihre Hardware bei IBM oder Digital Equipment und setzen damit auf herstellereigene Bebiebssysteme. Die neue Ultrix-Gewichtung von DEC kann das Bild hier zukünftig ändern.

- Das Interesse der VAR-Kunden in den einzelnen Branchen an DV-relevanten Themen ist gering. Damit ist die Herstellerunabhängigkeit eines Betriebssystems kein absatzförderndes Argument.

Doch IDC sieht Licht am Ende des Tunnels: Die allgemeine Ausbreitung von Unix werde auch die Erfahrungen der Systemhäuser mit diesem Betriebssystem erhöhen.